Psychiatrisch-psychotherapeutische tagesklinische Patienten aus dem Umkreis Aichach in Bayern sollen künftig im Bezirkskrankenhaus (BKH) Augsburg behandelt werden. Das teilen die Bezirkskliniken Schwaben mit. Bisher waren die Betroffenen in das mehr als doppelt so weit entfernte BKH Günzburg gefahren.
Die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) in Aichach arbeite bereits jetzt mit mehr Personal als geplant. Vorgesehen sei zudem, das Angebot der PIA Aichach auszubauen, erklären der Vorstandsvorsitzende der Bezirkskliniken Schwaben, Stefan Brunhuber, und der Ärztliche Direktor des BKH Augsburg, Alkomiet Hasan. Voraussetzung dafür sei, dass es keine strukturellen Barrieren gebe und die Personalgewinnung gelinge. Planbare Anmeldungen für stationäre Behandlungen aus der PIA Aichach für das BKH Augsburg seien bei freien Kapazitäten ab sofort möglich, so Hasan.
Ursprünglich, so hatten die Bezirkskliniken Schwaben im März mitgeteilt, sollte in Aichach eine psychiatrisch-psychotherapeutische Tagesklinik mit 24 Plätzen entstehen. Nach einem Beschluss des Verwaltungsrates ist das Vorhaben nun vom Tisch. Gründe seien unter anderem die schwierige bauliche Umsetzung und „das Risiko, gesetzliche Vorgaben der Bundesregierung nicht erfüllen zu können“, begründeten die Vorstände.
Das BKH Augsburg ist eine Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Universität Augsburg und gehört zur Universitätsmedizin Augsburg. Mit rund 600 Mitarbeitern ist es nach eigenen Angaben das größte psychiatrische Versorgungszentrum in Schwaben.

