Das seit etwa einem Jahr insolvente Scivias St. Valentinus-Krankenhaus in Bad Soden plant Vitos zu übernehmen. Wie der Konzern mitteilt, seien die Gespräche mit dem Träger der Klinik, der Scivias Caritas gGmbH, "weit fortgeschritten". Die über 100 Beschäftigten sollen ihren Arbeitsplatz behalten und das Versorgungsangebot für Patienten soll gleichbleibend bestehen bleiben, heißt es in der Pressemitteilung.
Das Scivias St. Valentinus-Krankenhaus verfüge über einen stabilen Krankenhausbetrieb, bringe sowohl motivierte Mitarbeitende als auch eine baulich gute bis sehr gute Substanz mit. "Wir werden alle Beschäftigten übernehmen. Sie erhalten bei uns einen verlässlichen und sicheren Arbeitsplatz", sagte Reinhard Belling, Vorsitzender der Vitos Konzerngeschäftsführung.
Zum Kaufpreis und vertraglichen Details hätten Vitos und das Scivias St. Valentinus-Krankenhaus Stillschweigen vereinbart. Ein Vertragsabschluss werde für die nächsten Wochen erwartet. Die Übernahme soll dann so bald wie möglich erfolgen, frühestens aber zum 1. August. Die Klinik soll danach in einer neu gegründeten Gesellschaft, der Vitos Rhein-Main gGmbH, geführt werden und Vitos Klinikum Bad Soden heißen.
Vitos
Vitos ist Anbieter für die Behandlung von psychisch erkrankten Menschen in Hessen. Das Unternehmen betreibt psychiatrische, psychosomatische und forensisch-psychiatrische Kliniken sowie Einrichtungen der psychiatrischen Rehabilitation. Mit seinen Kliniken und Einrichtungen ist der gemeinnützige Verbund an 115 Standorten vertreten. Vitos beschäftigt 11.600 Mitarbeitende, die 44.000 Patienten stationär sowie teilstationär versorgen und 300.000 ambulante Behandlungen im Jahr erbringen. Der Konzern erwirtschaftet laut eigenen Aussagen jährlich eine Milliarde Euro.
Scivias St. Valentinus-Krankenhaus
Das Scivias St. Valentinus-Krankenhaus ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie. Zur Klinik gehören eine Tagesklinik und eine psychiatrische Institutsambulanz mit zwei Standorten in Kiedrich und Bad Soden.
