Pilotprojekt

Portal Curamenta ist gestartet 

  • Digitalisierung
Portal Curamenta ist gestartet 
Natalie Warnat und Lisa Rabenstein (3. und 4. von links) von den Ambulanten und Aufsuchenden Diensten gehören ebenso zum Pilotprojekt wie Betreuen-Fördern-Wohnen, das von Andreas Biehn (links) betreut wird. Alexander Joniks und Klara Pfitzenmaier (1. und 2. von rechts) begleiten die Pilotprojekte in Kaiserslautern und Kusel, während Anna Keller (2. von links) das Gesamtprojekt koordiniert. © Pfalzklinikum

Das Pfalzklinikum entwickelt seit einem Jahr mit der Gemeinnützigen Gesellschaft für digitale Gesundheit (GDG) das Portal Curamenta, das Informationen über seelische Gesundheit und Erkrankungen, Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten bereitstellen soll. Moderierte Foren für den Austausch, eine Terminverwaltung, Chats oder Dokumentenaustausch sind darin geplant. Wie das Klinikum mitteilt, seien jetzt vier Bereiche des Hauses mit Curamenta in die Pilotphase gestartet: die Ambulanten und Aufsuchenden Dienste (AAD), die gemeindepsychiatrische Einrichtung Betreuen-Fördern-Wohnen sowie die Zuhause-Behandlungs-Teams in Kusel und Kaiserslautern.

„Ziel ist es, das Portal, das ganz neu entsteht, im klinischen und gemeindepsychiatrischen Alltag zu testen und dem Feedback der Pilotbereiche stetig zu verbessern“, erklärt Anna Keller, Projektleiterin für das Krankenhauszukunftsgesetz, in dessen Rahmen die Entwicklung von Curamenta gefördert wird. Zum Pilotbereich AAD gehören unter anderem die Psychiatrische Institutsambulanz und die Zuhause-Behandlung am Standort Klingenmünster, aber auch die gemeindepsychiatrische Einrichtung Betreuen-Fördern-Wohnen ist ein teilnehmender Bereich und gestaltet Curamenta nach seinen Bedürfnissen aus. Unter anderem sei ein digitales Bildungsportal geplant, in dem Nutzende Lerninhalte bereitstellen und abrufen können. Auch Informationen zu regionalen Unterstützungs-, Bildungs- oder Freizeitangeboten will Betreuen-Fördern-Wohnen neben den Tools zum Austausch und Terminmanagement – wie im klinischen Bereich – bereitstellen. „Das Modellportal soll so niedrigschwellig wie möglich sein und Klient:innen dabei unterstützen, die Assistenzleistungen der Eingliederungshilfe eigenständig in Anspruch zu nehmen“, erklärt Andreas Biehn, Projektkoordinator für das Modell 365°, einem Konzept von Betreuen-Fördern-Wohnen, das Selbstbestimmung und Teilhabe von Klient:innen in den Vordergrund stellt. 
 
Insgesamt drei Monate soll die Pilotphase für Curamenta andauern, um beispielsweise Abläufe und Software zu verbessern, bevor Curamenta schrittweise in den Rollout geht. 

Über Curamenta 

Curamenta ist ein digitales Portal zur Ergänzung psychosozialer Angebote. Vitos, die Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo), die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen Lippe (LWL) haben gemeinsam die GDG gegründet, um selbst eine maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln. Im Februar 2023 stieg das Pfalzklinikum als Gesellschafter ein und baut das Portal seither mit auf.

Autor

 Anika Büchner

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