Geschäftsbericht 2025

Universitätsmedizin Greifswald schreibt erneut Millionenverlust

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Toralf Giebe.
Toralf Giebe © Universitätsmedizin Greifswald

Die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) hat das Geschäftsjahr 2025 trotz steigender Patientenzahlen und eines Rekordwerts bei Drittmitteln mit einem Defizit von 9,8 Millionen Euro abgeschlossen.

Das geht aus dem Jahresabschluss 2025 hervor, den die Unimedizin Greifswald veröffentlicht hat. Für das laufende Jahr rechnet die Einrichtung mit einem Fehlbetrag von 9,4 Millionen Euro.

Nach Angaben der UMG stieg die Nachfrage nach Krankenhausleistungen im vergangenen Jahr auf einen Höchststand. Gleichzeitig baute die Einrichtung ihr Leistungsangebot weiter aus. Dazu zählt die Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche bei der Behandlung komplexer Erkrankungen.

Der Vorstand führt das Defizit vor allem auf eine aus seiner Sicht unzureichende Finanzierung der Krankenhausleistungen sowie auf gestiegene Kosten zurück.

„Die Leistungszahlen zeigen die enorme Bedeutung der Universitätsmedizin Greifswald für das Land Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus“, sagte der Kaufmännische Vorstand und stellvertretende Vorstandsvorsitzende Toralf Giebe. Die Universitätsmedizin sei das zentrale Krankenhaus der Region, forsche national und international und bilde medizinischen Nachwuchs aus.

Kritik an Finanzierungsbedingungen

Giebe sieht die wirtschaftliche Entwicklung auch durch politische Rahmenbedingungen belastet. „Rechtsgrundlagen und Finanzierungsregeln werden ständig verändert, das nimmt uns jede Planungssicherheit“, sagte er mit Blick auf die Finanzierung des Gesundheitswesens.

Die wirtschaftliche Situation entspricht einem bundesweiten Trend vieler Kliniken. Trotz steigender Leistungszahlen geraten zahlreiche Häuser durch hohe Personal- und Sachkosten sowie begrenzte Erlössteigerungen unter Druck.

Rekord bei Drittmitteln

Positiv entwickelte sich nach Angaben der UMG die Forschungsfinanzierung. Die Universitätsmedizin verausgabte 2025 Drittmittel in Höhe von fast 37,9 Millionen Euro. Damit übertraf sie den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2022 um mehr als zwei Millionen Euro.

„Mit fast 37,9 Millionen Euro verausgabter Drittmittel im vergangenen Jahr ist die Unimedizin auf einem Allzeithoch“, sagte Giebe. Bereits im vierten Jahr in Folge habe die UMG Forschungsprojekte mit einem Volumen von mehr als 30 Millionen Euro umgesetzt.

Mehr Beschäftigte in Medizin und Pflege

Auch beim Personal verzeichnete die Universitätsmedizin Zuwächse. Die Zahl der Vollzeitkräfte erhöhte sich nach Angaben der Einrichtung um 155 auf 3.805 Beschäftigte. Die Zahl der ärztlichen Vollzeitstellen stieg um 26, in der Pflege kamen 31 Stellen hinzu.

cs

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