Die Universitätsmedizin Mainz schließt das Jahr 2025 mit einem geringeren Fehlbetrag ab als im Vorjahr und übertrifft damit die eigene Planung.
Die Universitätsmedizin Mainz hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Fehlbetrag von 75 Millionen Euro abgeschlossen. Im Jahr zuvor lag das Minus bei 96,7 Millionen Euro. Das Ergebnis verbessert sich damit um 21,7 Millionen Euro. Wie die Uniklinik mitteilt, hat die Trägerversammlung den Jahresabschluss auf Empfehlung des Aufsichtsrats bestätigt.
Auch die eigene Planung wird unterschritten: Für 2025 war ein Defizit von 97,4 Millionen Euro vorgesehen. Der Gesamtumsatz erreicht mehr als 1,136 Milliarden Euro und liegt damit zum zweiten Mal in Folge über der Milliardengrenze.
Erlöse und Effekte
Zu der Ergebnisverbesserung tragen höhere Erlöse aus medizinischen Leistungen bei. Ausschlaggebend sind unter anderem erfolgreiche Verhandlungen mit Kostenträgern.
Zusätzlich wirken sich die Auflösung von Rückstellungen und Fortschritte in den laufenden Zukunftsprogrammen aus.
Versorgungszahlen und Leistung
Die Universitätsmedizin Mainz behandelt im Jahr 2025 insgesamt rund 394.700 Patienten.
- 62.900 stationär und teilstationär
- 331.800 ambulant
Die Erlöse aus Krankenhausleistungen betragen 554,8 Millionen Euro. Ambulante Leistungen bringen 82,8 Millionen Euro ein.
Der Case-Mix-Index liegt bei 1,21.
Personal- und Kostenstruktur
Im Jahr 2025 arbeiten 9.030 Beschäftigte für die Universitätsmedizin Mainz. Die Zahl der Vollkräfte beträgt 6.258.
Der Personalaufwand liegt bei rund 655 Millionen Euro. Für Materialien fallen etwa 331 Millionen Euro an.
Strukturausbau und Organisation
Die Universitätsmedizin Mainz schließt Anfang 2026 die Bildung von insgesamt elf Departments ab. In diesen organisatorischen Einheiten arbeiten verwandte klinische und theoretische Disziplinen zusammen.
Parallel baut die Einrichtung die gemeinsame Nutzung zentraler Ressourcen wie OP- und Intensivkapazitäten aus.
Digitalisierung und Systeme
Mit dem Programm UM.Digital treibt die Universitätsmedizin die digitale Erneuerung zentraler Prozesse voran.
Ein Meilenstein ist die Entscheidung für eine cloudbasierte Software für administrative Abläufe.
Strukturelle Vorstandserweiterung
Auf Basis der Novellierung des Universitätsmedizingesetzes passt die Universitätsmedizin ihre Führungsstruktur an.
Das Vorstandsteam umfasst:
- Pflege- und Gesundheitsfachberufe
- Bau und Infrastruktur
- Wissenschaft und Dekanat
- Kaufmännische Leitung
Damit werden insbesondere Bau- und Infrastrukturthemen sowie Pflege stärker in der Leitung verankert.
Zwei-Standortlösung zentrales Bauprojekt
Die Universitätsmedizin verfolgt weiterhin die Entwicklung eines zweiten Standorts.
Der neue Hauptstandort soll stationäre Versorgung, Notfallversorgung und patientennahe Forschung bündeln. Der innerstädtische Campus bleibt für spezialisierte ambulante Leistungen und Forschung vorgesehen.
Unabhängig davon laufen Sanierungen und Umbauten am bestehenden Standort weiter.
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