250
Passwort vergessen

Digitale-Versorgung-Gesetz

Lob für Spahns Digitalisierungs-Gesetz

  • News des Tages

Gesundheitsminister Jens Spahn hat seine Pläne für die weitere Digitalisierung des Gesundheitssektors vorgestellt. Vor allem die Krankenkassen loben den gestern vorgelegten Referentenentwurf für das Digitale Versorgung-Gesetz (DVG).

"Die digitale Versorgung der Versicherten wird künftig deutlich verbessert, das Gesundheitswesen moderner und innovativer", erklärte die Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen (VDEK), Ulrike Elsner, in einer Pressemitteilung. Der Entwurf sei "ein wichtiger Meilenstein, vor allem für Patienten", schrieb der Politikchef der Techniker Krankenkasse (TK), Volker Möws, in einem Blogbeitrag. Jürgen Hohnl, Geschäftsführer des IKK e.V., sagte in einer Pressemitteilung: "Die schon immer von uns Kassen beklagte unzeitgemäße Einschränkung der Datennutzung – selbst mit Zustimmung der Versicherten – wird endlich aufgehoben."

Kritisch äußerte sich unterdessen die Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink. Eine Strategie für die Digitalisierung im Gesundheitswesen fehle noch immer. "Von einem Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation hätten wir deutlich mehr erwartet", erklärte die Bundestagsabgeordnete auf ihrer Website.  

Die wichtigsten Inhalte des Digitale-Versorgung-Gesetzes:

Patienten sollen einen Anspruch darauf haben, dass Ärzte – auch in Krankenhäusern – ihre Arztdaten in die elektronischen Patientenakte eingeben. In der Detailbegründung des Referentenentwurfs heißt es, dass die Krankenhäuser dafür einen Zuschlag je voll- und teilstationärem Fallentstehen erhalten sollen. Bislang sind die Krankenkassen dazu verpflichtet, spätestens ab 2021 ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte anzubieten. Darin sollen zudem auch Impfausweis, Mutterpass, das U-Heft für Kinder und das Zahn-Bonusheft gespeichert werden können. 

Krankenhäuser sollen bis März 2021 dazu verpflichtet werden, sich an die Telematik-Infrastruktur anschließen zu lassen. Reha-Kliniken sollen die Möglichkeit dazu bekommen. Die Ausstattungs- und Betriebskosten für die freiwillige Anbindung werden erstattet.

Ärzte sollen ihren Patienten künftig geprüfte digitale Gesundheitsanwendungen verschreiben können. Die gesetzlichen Krankenkassen sollen neue Anwendungen demnach zunächst ein Jahr lang vorläufig erstatten. In dieser Zeit muss der Hersteller den Nutzen nachweisen und anschließend mit dem GKV-Spitzenverband den Preis verhandeln.

Das Angebot von Videosprechstunden soll zudem erleichtert werden. Telekonsile unter anderem sektorenübergreifend ermöglicht und extrabudgetär vergütet werden. 

Das Bundesgesundheitsministerium plant zudem eine elektronische Heil- und Hilfsmittelverordnung. In Pilotprojekten soll getestet werden, wie diese digital gespeichert und elektronisch an den Therapeuten übermittelt werden können. Der Versand von Arztbriefen per Fax soll zudem deutlich schlechter bezahlt werden. Damit soll der elektronische Arztbrief attraktiver werden. 

Das BMG plant zudem, den Innovationsfonds bis 2024 zu verlängern und mit 200 Millionen Euro fortzuführen. Erfolgreiche Ansätze sollen schneller in die Versorgung kommen, heißt es.

Autor

 Florian Albert

Zur Übersicht

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Unsere Zeitschriften

f&w

Pflege und Krankenhausrecht

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich