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Studienreise der B. Braun-Stiftung nach Schweden

Junge Führungskräfte suchen fast ausschließlich digitale Lösungen

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Junge Führungskräfte ticken digital. Das zeigte die Studienreise der B. Braun-Stiftung Ende Mai nach Stockholm. Die dort zum Programmabschluss gemeinsam erarbeiteten Business Cases und Versorgungskonzepten beinhalteten digitale Lösungen.

"Schwerpunkt der Business Cases und Versorgungsprojekte ist die Digitalisierung, zum Beispiel die Vernetzung von Krankhausbehandlung und ambulanter Nachsorge. Es waren bis ins Detail ausgearbeitete, umsetzbare Businesspläne, sogar Innovationsfonds-Anträge dabei", sagte Professor Andreas Goldschmidt, Trier, wissenschaftlicher Leiter des Programmes. Vorgestellt wurden digitale Lösungen zur Eigentherapie nach Schlaganfall, zur poststationären Unterstützung von Patientinnen mit Anorexie, Vermittlung von ausgebildeten Pflegekräften in der Peripherie, zur Medikamentenapplikation auf Station sowie für den Rettungsdienst und zur Patientenaufnahme.

In Schweden ist die interprofessionelle Ausbildung etabliert. Zukünftige Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal sowie Physio- und Ergotherapeuten lernen seit 20 Jahren die berufsübergreifende Zusammenarbeit bereits am Anfang ihres Berufswegs. Deshalb führte die B. Braun-Stiftung ihre 30 Mentees, Mentoren und begleitende Alumni in das Stockholmer Südkrankenhaus "Södersjukhuset", Stockholms größtes kommunales Krankenhaus. Das Krankenhaus hat Schwedens größte Notaufnahme mit ca. 100.000 Besuchen und ca. 200.000 Pflegetagen pro Jahr. Heute hat das Södersjukhuset etwa 600 Pflegeplätze und über 4.000 Angestellte. 

Im Södersjukhuset erfuhren die Studienreiseteilnehmer viel über interprofessionelle Ansätze in Krankenhausprozessen, zum Beispiel über den Umgang mit Innovationen und Prozessoptimierungen, die durch eine eigene Abteilung am Krankenhaus gesteuert werden. Weitere Themenfelder waren interprofessionelles Arbeiten auf der Intensivstation, in Lern- und Arbeitsprozessen und in Patientensimulationen. 

"Interprofessionalität im Gesundheitswesen ist auch für Deutschland noch ausbaufähig. Wir in der Stiftung setzen deshalb konsequent auf interprofessionelles Lernen, denn nur gemeinsam können wir zu guten Lösungen kommen", bekräftigt Professor Alexander Schachtrupp, B. Braun-Stiftung. Deshalb kommen die Mentees aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen, zum Beispiel aus dem Klinikmanagement, der Geschäftsführung, Krankenhausapotheke oder von Universität und Wissenschaft.

Die Studienfahrt in ein anderes Land bildet den Abschluss des alle zwei Jahre stattfindenden, knapp ein Jahr dauernden Mentoringprogramms der B. Braun-Stiftung. Das Programm ist ausgerichtet darauf, junge, ambitionierte Menschen aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen gemeinsam für Führung stark zu machen. Es zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass neben den Seminaren jeder Teilnehmer mit einem erfahrenen Experten aus einem anderen Berufsfeld vernetzt wird, bei dem er auch hospitieren kann. 

Das Mentoringprogramm ist international. Es wird gemeinsam mit der Careum-Stiftung aus der Schweiz organisiert. Die Teilnehmer, Mentoren und Unterstützer der B. Braun-Stiftung sind Teil des Alumni-Netzwerks. "Wir begleiten die Absolventen der Programme langfristig", sagt Professor Ungethüm, Vorstandsvorsitzender der B. Braun-Stiftung. 

Autor

 Florian Albert

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