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Was hab ich?

Kliniken können von Patientenbrief profitieren

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Eine Klinik kann davon profitieren, wenn dort Patienten bei der Entlassung einen Patientenbrief mit leicht verständlichen, individuellen und schriftlichen Gesundheitsinformationen erhalten. Das hat eine Untersuchung eines Projekts des Sozialunternehmens "Was hab' ich?" an der Paracelsus-Klinik in Bad Ems ergeben.

Durch die Briefe fühlen sich Patienten besser durch die Klinik unterstützt, ergab die Untersuchung, die "Was hab' ich?"-Geschäftsführer Ansgar Jonietz am Freitag bei einer Veranstaltung des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin vorstellte. Zudem kann eine Klinik auch beim Thema Weiterempfehlung besser abschneiden als eine Klinik ohne einen Patientenbrief.  Bei dem Projekt erhielten mehr als 1.700 Patienten einen laienverständlichen Entlassbrief. Für die Briefe hatten Ärzte und Medizinstudenten die fachsprachlichen Befunde in eine leicht verständliche Sprache übersetzt. Den Brief erhielten die Patienten zusätzlich zum Arztbrief. Er enthält Informationen über das Krankheitsbild, Untersuchungen, Behandlungen und den Medikationsplan. 

Bei der Auswertung des Projekts zeigte sich: Etwa die Hälfte der Befragten, die einen Patientenbrief erhalten hatten, gaben an, dass sie sich bei der Entlassung gut durch das Krankenhaus unterstützt fühlten. Bei einer Kontrollgruppe ohne Patientenbrief war es nur etwas mehr als ein Drittel der Befragten. Rund 86 Prozent der Patienten, die den Brief erhalten hatten, gaben zudem an, dass sie das Krankenhaus weiterempfehlen würden. In der Kontrollgruppe waren es lediglich rund 75 Prozent. 

Auch mit Blick auf andere Themen zeigte der Patientenbrief Vorteile. So verstanden die Patienten durch den Brief die Ergebnisse der Klinik-Untersuchungen besser. Zudem fühlten sie sich besser darüber informiert, welche Medikamente sie später zu Hause und wie sie diese einnehmen sollten.

Geplant ist nun im nächsten Schritt, die Patientenbriefe automatisiert zu erstellen. Hierzu startet nun am Herzzentrum Dresden ein Pilotprojekt. 

 

Autor

 Hendrik Bensch

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