Der Neubau der Asklepios Klinik Altona nimmt konkrete Formen an: Hamburg und Asklepios haben sich auf die Grundlagen für Planung, Finanzierung und Bau verständigt. Nun kann das europaweite Vergabeverfahren beginnen. Die Inbetriebnahme ist für 2035 vorgesehen.
Wie die Freie und Hansestadt Hamburg und Asklepios in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt gaben, haben sich die Sozialbehörde und der private Klinikträger auf wesentliche Eckpunkte zur Vergabe von Planung und Bauausführung, zur Finanzierung des Projekts sowie zu begleitenden Infrastrukturmaßnahmen und Regelungen zur Grundstücksbereitstellung verständigt. Über die konkreten Bau- und Einrichtungskosten sowie deren Finanzierung soll die Bürgerschaft auf Grundlage der Ergebnisse des Vergabeverfahrens bis Ende 2027 entscheiden.
Klinikum mit 600 Betten geplant
Der am bestehenden Standort Othmarschen entstehende Neubau soll 600 Betten, darunter 60 Intensivbetten sowie 46 Betten in der Neonatologie, umfassen sowie zwölf Operationssäle für stationäre Eingriffe und fünf Fast-Track-OPs für ambulante Behandlungen. Damit soll die Gesundheitsversorgung von mehr als 280.000 Menschen im Hamburger Westen und den angrenzenden Regionen langfristig gesichert und stationäre, teilstationäre und ambulante Medizin unter einem Dach verbunden werden. Auch die neue Asklepios Klinik Altona soll als Maximalversorger mit umfassender Not- und Unfallversorgung sowie als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe geführt und weiterentwickelt werden.
Vergabeverfahren mit Festpreisangebot
Planung und Bau sollen auf Wunsch von Stadt und Träger aus einer Hand erfolgen. Dafür wird nun in einem europaweiten Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb ein Totalübernehmer gesucht. Am Ende der anschließenden Planungsphase soll ein verbindliches Festpreisangebot vorliegen.
Hamburg und Asklepios haben sich eigenen Angaben zufolge bereits auf einen Gesamtkostenrahmen für das Projekt verständigt. Dessen Höhe werde jedoch vorerst nicht veröffentlicht, um die Angebote potenzieller Bieter nicht zu beeinflussen.
Laut Mitteilung wollen beide Partner das Projekt gemeinsam finanzieren. Aufgrund der besonderen Baugrundverhältnisse am Standort soll die Freie und Hansestadt Hamburg 77 Prozent der förderfähigen Investitionskosten übernehmen, Asklepios 23 Prozent. Der Krankenhausbetrieb soll während der gesamten Bauzeit ohne Einschränkungen weiterlaufen.
Bestehender Standort soll ersetzt werden
Der heutige Klinikkomplex am Standort Othmarschen wurde in den 1960ern errichtet und galt damals als eines der modernsten Krankenhäuser Deutschlands. Nach Angaben der Projektpartner wird die denkmalgeschützte 21-geschossige Hochhausscheibe trotz umfangreicher Modernisierungen den energetischen und prozessualen Anforderungen eines modernen Krankenhausbetriebs zunehmend nicht mehr gerecht. Stadt und Asklepios hatten deshalb bereits 2019 einen Realisierungswettbewerb für den Neubau gestartet.
clu
