Das Brüderklinikum Mannheim hat seinen Umzug erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt 60 Patienten, darunter acht Intensivpatienten, wurden vom Theresienkrankenhaus ins Diako verlegt.
Bei hochsommerlichen Temperaturen hat das Brüderklinikum Julia Lanz seinen Klinikumzug in Mannheim abgeschlossen. Bis zu 38 Grad Hitze begleiteten in den vergangenen Tagen die Verlegung von insgesamt 52 stationären Patienten und acht Intensivpatienten vom Theresienkrankenhaus ins Diako.
Wie das Brüderklinikum mitteilte, bündelt es seit dem 1. Juli die stationäre Versorgung und die Notfallversorgung an dem Standort im Mannheimer Lindenhof.
Mit dem Abschluss des Umzugs enden die stationäre Versorgung und der Betrieb der Notaufnahme am Theresienkrankenhaus. Die erweiterte Notaufnahme am Diako steht seit dem heutigen Mittwochmorgen vollständig zur Verfügung.
Bereits am Sonntag waren 31 Patienten an den neuen Standort gebracht worden. Am gestrigen Dienstag folgten weitere 21 stationäre Patienten sowie acht Intensivpatienten. Nach Angaben des Krankenhauses verlief die Verlegung planmäßig. Die letzte Fahrt startete am Dienstag gegen 14.30 Uhr von der Bassermannstraße und erreichte das Diako rund 30 Minuten später.
Notaufnahme während der Verlegung gesichert
Die Notfallversorgung blieb nach Angaben des Brüderklinikums während der gesamten Umzugsphase aufrechterhalten. Die erweiterte Notaufnahme am Diako wurde bereits am Dienstag schrittweise hochgefahren.
Der Ärztliche Direktor des Brüderklinikums, Boris Schumacher, verwies auf die besonderen Bedingungen während der Verlegung. „Das Konzept, das Umzugsgeschehen zu entzerren und auf zwei Tage zu verteilen, hat sich bewährt. So waren wir zu jedem Zeitpunkt in der Lage ad hoc auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren.“
Auch die hohe Zahl von Patienten in der Notaufnahme habe die Situation erschwert. „Die extreme Hitze der zurückliegenden Tage macht den Menschen zu schaffen. Wir merken das am hohen Patientenaufkommen in der Notaufnahme“, sagte Notaufnahme-Chefarzt Jochen Kotter.
Schutz vor hohen Temperaturen
Um Patienten während des Umzugs möglichst wenig der Hitze auszusetzen, richtete das Krankenhaus am Sonntag an beiden Standorten sogenannte Holding- und Cooling-Areas ein. Dort wurden die Patienten vor dem Transport vorbereitet und nach der Ankunft vor der Verlegung auf die Stationen aufgenommen.
„So konnten wir gewährleisten, dass die Patient:innen nur kurz den hohen Außentemperaturen ausgesetzt waren. Und wir haben sichergestellt, dass nicht nur die Menschen sicher ankommen, sondern auch die benötigten Unterlagen, um die medizinische Versorgung exakt und lückenlos zu gewährleisten“, sagte Schumacher.
Am zweiten Umzugstag verzichtete das Klinikum wegen niedrigerer Temperaturen auf diese Bereiche.
Mehr als 100 Helfer beteiligt
An dem Umzug waren nach Angaben des Brüderklinikums mehr als 100 Mitarbeitende und externe Helfer beteiligt. Die Patiententransporte übernahm der Arbeiter-Samariter-Bund Baden-Württemberg. Mit dem Abschluss der Verlegung konzentriert das Brüderklinikum seine stationären und notfallmedizinischen Leistungen nun vollständig am Standort Diako.
cs
