LOGEX, Europas führender Anbieter für Healthcare Analytics, hat Tiplu, ein führendes deutsches Softwareunternehmen für KI-gestützte Lösungen im Krankenhausbereich, übernommen und ist damit alleiniger Gesellschafter von Tiplu. Warum dies erstmals eine vollständige Grundlage für datenbasierte Entscheidungen auf allen Ebenen in Kliniken schafft – und wie dies den Markt verändert, erläutern Christoph Knaack, CEO, LOGEX Healthcare Analytics, und Dr. Lukas Aschenberg, Mitgründer und Geschäftsführer, Tiplu.
Welche Situation beobachten Sie im Krankenhausmarkt?
Christoph Knaack: Die Häuser stehen unter einem enormen Druck. Steigende Kosten, Fachkräftemangel und wachsende Qualitätsanforderungen prägen den Alltag. Hinzu kommen neue Rahmenbedingungen durch Ambulantisierung, Leistungsgruppenmanagement und strukturelle Konsolidierung in der Versorgung. Vor diesem Hintergrund bieten wir mit der LOGEX Healthcare Intelligence Platform ein breites Portfolio an digitalen Tools, die strategische Medizinplanung sowie kaufmännisches und medizinisches Controlling in einer integrierten Lösung zusammenbringen werden.
Welche Rolle spielen Daten vor diesem Hintergrund – und wo sehen Sie den Vorteil der Transaktion für die Kunden?
Dr. Lukas Aschenberg: Um durch die bestehenden Herausforderungen navigieren zu können, benötigen Krankenhausverantwortliche Transparenz. Unsere beiden Unternehmen eint die Überzeugung, dass Daten der Schlüssel zu einer besseren Gesundheitsversorgung sind – und hier ergänzen unsere Fähigkeiten und Lösungen einander optimal. Tiplu ist stark in der Strukturierung interoperabler Gesundheitsdaten sowie deren Nutzbarmachung für administrative und klinische Prozesse, während LOGEX über umfangreiche Erfahrung in der Analyse und Vergleichbarkeit von Gesundheitsdaten verfügt.
Tiplu hat sich für LOGEX als Gesellschafter entschieden, um eine vollständige Lösung für mehrdimensionale Transparenz anzubieten.
Knaack: Mit der LOGEX-Mission „Turning data into better healthcare“ sowie der Tiplu-Expertise in der Nutzbarmachung und Standardisierung sowie in der datengestützten Krankenhaussteuerung können wir gemeinsam mehrere hundert Krankenhäuser in Deutschland adressieren.
Aschenberg: Die nächsten zwei bis drei Jahre sind entscheidend für die deutsche Krankenhauslandschaft. KHVVG, Spargesetze wie das GKV-BStabG und strukturelle Veränderungen erfordern proaktive, datenbasierte Steuerung – in Echtzeit und auf allen Ebenen. LOGEX und Tiplu werden genau das liefern.
Wie sieht es mit der „Chemie“ zwischen den beiden Unternehmen aus?
Aschenberg: Mit LOGEX haben wir den idealen neuen Eigentümer für ein vollumfängliches Angebot an deutsche Krankenhausverantwortliche gefunden. Zudem wird Tiplu der nächste logische Entwicklungsschritt ermöglicht werden, den wir – aufbauend auf den Werten, der Kultur und dem Unternehmergeist, die uns ausmachen – gehen möchten.
Gibt es Perspektiven über die Krankenhaussteuerung hinaus?
Knaack: LOGEX und Tiplu teilen die Überzeugung, dass strukturierte und zeitnah verfügbare Daten nicht nur die Krankenhaussteuerung verbessern, sondern auch wertvolle Erkenntnisse für die Versorgungsforschung liefern können – im Einklang mit allen Datenschutzanforderungen und unter der Hoheit der Kunden. Die Expertise von LOGEX mit klinischen Registern und Versorgungsforschungsprojekten wird durch die Verbindung mit den Konnektivitätsfähigkeiten von Tiplu perspektivisch eine neue Dimension erhalten. Damit werden wir gemeinsam den Grundstein für eine neue Generation datengetriebener Lösungen legen, die Krankenhäuser, Forschung und Versorgung gleichermaßen voranbringen.
