Drei von vier Krankenhäuser bewerten ihre aktuelle wirtschaftliche Situation als eher schlecht. In Kliniken mit mehr als 600 Betten liegt dieser Anteil bei 95 Prozent.
Das zeigt das neue Krankenhaus‑Konjunkturbarometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI). Die Befragung fand im April 2026 im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft statt. 185 Allgemeinkrankenhäuser ab 100 Betten nahmen teil. Der ermittelte Geschäftsklima‑Saldo des DKI liegt bei minus 63 Punkten. Der Wert reicht von minus 100 bis plus 100. Negative Werte zeigen eine schlechte Lage an.
Besonders kritisch ist die Lage in großen Kliniken und in dünn besiedelten Regionen. Häuser mit mehr als 600 Betten erreichen einen Wert von minus 72. In ländlichen Gebieten sinkt der Saldo auf minus 76. Die angespannte Lage zeigt sich auch bei der Liquidität. Nur 9 Prozent der Krankenhäuser können ihre laufenden Ausgaben dauerhaft aus eigenen Mitteln decken. In den übrigen Einrichtungen reichen die verfügbaren Mittel im Median für sechs Wochen.
Trotz der finanziellen Probleme nimmt die Ambulantisierung weiter zu. Im ersten Quartal 2026 meldeten fast zwei Drittel der Krankenhäuser steigende ambulante Leistungen. Für das zweite Quartal erwartet rund die Hälfte eine weitere Zunahme.
