Das St. Carolus Krankenhaus Görlitz steht vor tiefgreifenden Einschnitten: Notaufnahme und Intensivmedizin werden geschlossen, Leistungen stark reduziert. Gemeinsam mit dem Klinikum Görlitz soll die Versorgung neu organisiert werden.
Das St. Carolus Krankenhaus und das Städtische Klinikum Görlitz wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen und ihre Leistungen neu ordnen. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung beider Häuser hervor.
Hintergrund ist demnach die seit Jahren angespannte wirtschaftliche Lage des St. Carolus Krankenhauses. Die Krankenhausreform und veränderte Rahmenbedingungen verschärfen den Druck.
St. Carolus fokussiert sich auf ausgewählte Leistungen
Das St. Carolus Krankenhaus Görlitz steht vor tiefgreifenden Einschnitten: Notaufnahme und Intensivmedizin werden geschlossen, Leistungen stark reduziert. Gemeinsam mit dem Klinikum Görlitz soll die Versorgung neu organisiert werden.
Das St. Carolus Krankenhaus will künftig ein reduziertes Leistungsspektrum anbieten. Geplant sind leichte stationäre Leistungen in der Allgemeinen Inneren Medizin sowie ambulante und hybride Operationen in Allgemeinchirurgie und Urologie. Hinzu kommen stationäre Palliativmedizin und teilstationäre Schlafmedizin.
Das Haus will sich schrittweise zu einer sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung entwickeln. Rund 120 Beschäftigte sind von den Umstellungen betroffen.
Notaufnahme und Intensivmedizin schließen
Mit der Neuordnung geht eine Konzentration der Akutversorgung am Klinikum Görlitz einher. Die Notaufnahme im St. Carolus Krankenhaus soll zum 1. Oktober 2026 schließen. Die Notfallversorgung wird dann vollständig am Klinikum gebündelt.
Zum Jahresende stellt das St. Carolus zudem die Intensivmedizin ein. Überwachungspflichtige Patienten werden künftig ebenfalls am Klinikum behandelt. Ein erster Schritt der Umstrukturierung umfasst auch die Reduzierung der stationären Betten in der Inneren Medizin auf 30.
Perspektiven für Beschäftigte offen
Das Klinikum Görlitz bleibt mit 17 Fachkliniken und als Haus der höchsten Notfallstufe zentraler Versorger der Region. Es will Teile des Personals übernehmen.
Die Umsetzung erfolgt schrittweise und in Abstimmung mit Rettungsdienst und niedergelassenen Ärzten. Weitere Details wollen beide Häuser fortlaufend bekannt geben.
cs
