Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) hat sein neues Herzzentrum auf dem Venusberg-Campus eingeweiht.
Der Neubau bündelt Kardiologie und Herzchirurgie unter einem Dach. Ziel ist eine engere Verzahnung von Diagnostik, operativer Versorgung, Intensivmedizin sowie Forschung und Lehre. Das Land Nordrhein-Westfalen förderte Bau und Ersteinrichtung mit rund 235 Millionen Euro.
Bündelung bisher verteilter Strukturen
Bislang verteilte das UKB die kardiologischen und herzchirurgischen Einrichtungen auf mehrere, teils veraltete Gebäude. Der Neubau verfügt über rund 13.000 Quadratmeter Nutzfläche und mehr als 1.000 Räume. Er umfasst etwa 180 Betten, fünf Operationssäle, Intensivbereiche, Ambulanzen und eine Notfallradiologie. Auch Flächen für klinische Forschung und Lehre sind integriert.
Die Architektur soll kurze Wege ermöglichen. Die ringförmige Anlage mit zwei Innenhöfen sorgt für Tageslicht in vielen Bereichen. Diagnostik, OP und Intensivstationen liegen nah beieinander.
Forschung, Lehre und Versorgung unter einem Dach
UKB-Vorstandsvorsitzender Uwe Reuter sagte: „Mit dem neuen Herzzentrum schaffen wir optimale Bedingungen für Patientenversorgung, Forschung und Lehre auf internationalem Spitzenniveau. Dieses Gebäude steht für moderne Universitätsmedizin und damit für Innovation, Zusammenarbeit unterschiedlichster Fachbereiche und die offene Kooperation mit allen Praxen und Kliniken der Großregion.“
Auch die Landespolitik sieht Impulse für die Herzmedizin. Wissenschaftsministerin Ina Brandes erklärte: „Dass dank des Neubaus medizinische Spitzenforschung und moderne Therapien optimal zusammenwirken können, ist eine gute Nachricht für die Patientinnen und Patienten im Rheinland und weit darüber hinaus.“
Bau seit 2019, Umzug bereits erfolgt
Die Bauarbeiten begannen 2019. Der Umzug in den Neubau erfolgte bereits Anfang des Jahres. Mit der offiziellen Einweihung ist das Zentrum nun vollständig in Betrieb.
cs
