Die Grünen-Fraktion in Rheinland-Pfalz fordert ein Hitzeschutz-Sofortprogramm mit einem Volumen von 14 Millionen Euro. Krankenhäuser sollen Mittel für konkrete Hitzeschutzmaßnahmen wie Ventilatoren und mobile Klimaanlagen erhalten.
Für ein Hitzeschutz-Sofortprogramm macht sich die Grünen-Fraktion in Rheinland-Pfalz stark. 14 Millionen Euro sollten vor allem Krankenhäusern, Altenpflegeheimen und Kommunen gezielt zur Verfügung gestellt werden, sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Eder in Mainz.
Das Programm sollte schnellstmöglich und auch in Vorbereitung auf den nächsten Sommer aufgelegt werden. Dabei gehe es um Geld etwa für Ventilatoren und mobile Klimaanlagen für besonders verletzliche Gruppen in der Gesellschaft, erklärte Eder. Der Grünen-Fraktion gehe es um schnelle kleine und konkrete Maßnahmen. Das Programm könne nur ein erster Schritt sein. In der Sitzung des rheinland-pfälzischen Landtags in der kommenden Woche will die Oppositionsfraktion einen entsprechenden Antrag ins Parlament einbringen, kündigte die Vorsitzende an.
1.600 Hitzetote in Rheinland-Pfalz
Eder verwies auf Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI), nach denen in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr bereits etwa 1.600 Menschen wegen Hitze gestorben sind. Dabei seien weniger Menschen in Einrichtungen gestorben, sondern vor allem zu Hause, sagte die Fraktionsvorsitzende. Das zeige die soziale Bedeutung des Themas Hitzeschutz für die Gesellschaft.
Der Landesregierung warf die Oppositionspolitikerin vor, keine konkreten Maßnahmen für die Menschen zu ergreifen. Es gebe zwar einen Hitzeaktionsplan. Darin seien auch viele positive Dinge verankert. Der Plan sei jedoch völlig unverbindlich und nicht mit Geld hinterlegt.
dpa
