Für die jüngste Ausschreibung im Bereich Versorgungsforschung sind beim Innovationsausschuss 240 Anträge eingegangen. Davon entfallen 119 auf die themenoffene und 121 auf die themenspezifische Förderung. Besonders stark nachgefragt waren Projekte zur besseren Steuerung der ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung sowie Untersuchungen zu Einsatz und Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz im Versorgungsalltag. Weitere Anträge befassen sich mit Patientenschulungen für Disease-Management-Programme und der Entscheidungsfindung bei invasiven Eingriffen für hochbetagte Menschen. Welche Vorhaben eine Förderung erhalten, will der Innovationsausschuss am 21. Mai 2027 entscheiden. Die nächste Ausschreibungsrunde für Projekte der Versorgungsforschung ist bereits für den 18. Juni 2027 vorgesehen.
Hintergrund: Innovationsfonds
Der Innovationsfonds wurde 2016 eingerichtet, um neue Versorgungsformen und Projekte der Versorgungsforschung in der gesetzlichen Krankenversicherung zu fördern. Ziel ist es, innovative Versorgungskonzepte zu erproben und wissenschaftliche Erkenntnisse für eine bessere Patientenversorgung zu gewinnen. Die Förderung wird vom Innovationsausschuss gesteuert, der beim Gemeinsamen Bundesausschuss angesiedelt ist. Für den Fonds standen zuletzt regulär 200 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, 2026 wurde das Fördervolumen einmalig auf 100 Millionen Euro abgesenkt.
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