Die wirtschaftliche Situation der psychiatrischen Krankenhäuser trübt sich ein. Das zeigt der neue Krankenhausindex des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI).
Demnach bewertet die Hälfte der Psychiatrien die wirtschaftliche Situation als schlecht (48 Prozent) oder sehr schlecht (13 Prozent). 31 Prozent beschreiben ihre aktuelle Lage als mittelmäßig, nur sechs Prozent als gut und zwei Prozent als sehr gut.
35 Prozent aller psychiatrischen Einrichtungen gehen davon aus, dass man das Leistungsangebot aufgrund der gegenwärtigen Situation oder wirtschaftlichen Lage in den kommenden sechs Monaten einschränken wird. 20 Prozent rechnen mit einer Einschränkung des Leistungsumfangs, 33 Prozent mit Personalreduzierung. Hauptursachen sind nicht refinanzierbare Kostensteigerungen (77 Prozent) und der Fachkräftemangel (71 Prozent).
Vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen rechnen nur sechs Prozent der psychiatrischen Kliniken damit, dass ihre Versorgungssituation in einem Jahr besser ist als heute. Jede zweite Einrichtung rechnet mit einer schlechteren, sechs Prozent gar mit einer viel schlechteren Lage. 65 Prozent der Einrichtungen sind mit der gesundheitspolitischen Arbeit der Bundesregierung unzufrieden, 26 Prozent weniger zufrieden.
Der Krankenhausindex des DKI ist eine standardisierte Onlinebefragung. Die Grundgesamtheit bilden alle 1.535 Allgemeinkrankenhäuser ab 50 Betten und alle 301 psychiatrischen sowie psychosomatischen Fachkliniken. Unterschiede in den Rückläufen nach der Krankenhausgröße wurden durch eine entsprechende Gewichtung ausgeglichen. An der aktuellen Frühjahrsumfrage für das 2. Quartal 2024 haben 513 Häuser teilgenommen. Nach Maßgabe dieser Gewichtung sind die Ergebnisse repräsentativ für die Grundgesamtheit, so das DKI.
