Seit Mitte Oktober haben nach Angaben der Projektpartner Kalibrierungs- und Testflüge stattgefunden, mit denen Flugrouten sowie technische und organisatorische Abläufe unter den Bedingungen vor Ort überprüft worden sind. In dieser Woche soll erstmals eine Drohne Gewebeproben zwischen den Diakonie Kliniken und dem Institut für Pathologie des Klinikums transportieren.
Dabei handelt es sich um sogenannte Schnellschnitte, also Gewebeproben, die beispielsweise während einer laufenden Operation an Tumorgewebe entnommen und dann möglichst schnell im spezialisierten Labor untersucht werden müssen, weil der weitere OP-Verlauf von den Ergebnissen abhängt. Schnelle und verlässliche Transportwege per Drohne seien deshalb ein Gewinn vor allem für Patientinnen und Patienten sowie die Behandlungsteams, teilten die Kliniken mit.
Ein besonderes Merkmal des erprobten Systems ist eine Andockstation an Gebäudewänden oder Fenstern, über die die Drohne direkt be- und entladen werden kann. Dadurch sollen zusätzliche Wege bei der Übergabe medizinischer Proben vermieden werden.
Die in der Testphase gewonnen Erfahrungen sollen die Grundlage für einen späteren regulären Transportbetrieb schaffen. Perspektivisch soll auch das Marienkrankenhaus Kassel in das Streckennetz eingebunden werden.
clu
