Geschäftsfjahr 2025

Kath. St. Paulus Gesellschaft steigert Überschuss

  • Finanzen
Henning Eichhorst
Henning Eichhorst © KKiMK

Die Kath. St. Paulus Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Überschuss von 7,5 Millionen Euro abgeschlossen. Der Verbund steigerte seinen Umsatz auf mehr als eine Milliarde Euro und plant weitere Investitionen in Digitalisierung, Medizintechnik und Infrastruktur.

Das teilte der Krankenhausverbund mit Sitz in Dortmund nach der Genehmigung des Konzernabschlusses durch die Gesellschafterversammlung mit. Für das laufende Jahr 2026 erwartet die Gesellschaft nach aktueller Hochrechnung ein positives Ergebnis von rund 10 Millionen Euro.

Der Konzernumsatz stieg 2025 auf mehr als eine Milliarde Euro. Das entspricht einem Plus von rund 45 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Nach Angaben des Unternehmens trugen dazu vor allem höhere Leistungszahlen in den Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen des Verbundes bei. Zudem wirkten sich gestiegene Landesbasisfallwerte und erfolgreiche Budgetverhandlungen mit den Kostenträgern positiv aus.

Umsatz über einer Milliarde Euro

Auch das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr. Die Kath. St. Paulus Gesellschaft investierte 2025 nach eigenen Angaben mehr als 27 Millionen Euro in Gebäude, Medizintechnik sowie Digitalisierungs- und Strukturprojekte. Für 2026 plant der Verbund weitere Investitionen im zweistelligen Millionenbereich.

Zum Verbund gehören zehn Krankenhausstandorte in Castrop-Rauxel, Dortmund, Lünen, Schwerte und Werne. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft vier Senioreneinrichtungen sowie eine Jugendhilfeeinrichtung. Insgesamt beschäftigt sie rund 10.000 Mitarbeiter.

Verbund will Strukturen weiterentwickeln

Nach Angaben der Unternehmensführung verlief die Entwicklung in den einzelnen Leistungsbereichen unterschiedlich. Während zahlreiche medizinische Fachabteilungen ihre Leistungen ausbauen konnten, sieht der Verbund in anderen Bereichen Anpassungsbedarf. Dort stünden personelle und medizinische Vorhaltestrukturen nicht immer im gleichen Verhältnis zur tatsächlichen Leistungsentwicklung.

„Eine gute wirtschaftliche Gesamtlage gibt uns die Möglichkeit, solche Themen frühzeitig und differenziert anzugehen“, sagte CEO Henning Eichhorst. „Wir wollen unsere Angebote gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort weiterentwickeln, Potenziale heben und die Chancen unseres Verbundes noch stärker nutzen.“

Die Gesellschaft kündigte an, ihre Leistungsangebote und Organisationsstrukturen weiter zu überprüfen. Dabei sollen unter anderem Vernetzung und Spezialisierung innerhalb des Verbundes gestärkt werden.

Blick auf schwierigere Rahmenbedingungen ab 2027

Zugleich verweist die Kath. St. Paulus Gesellschaft auf die erwarteten Veränderungen der Krankenhausfinanzierung ab 2027. Insbesondere die geplanten Maßnahmen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes könnten die Erlössituation der Kliniken belasten. Hinzu kommen weiterhin hohe Personal-, Sach- und Energiekosten.

cs

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