Für Krankenhäuser, die am InEK-Verfahren teilnehmen oder eine InEK-konforme Kostenträgerrechnung (KTR) aufbauen, ist eine belastbare KTR unverzichtbar. Doch deren Bedeutung reicht deutlich über die InEK-Kalkulation und die Erfüllung regulatorischer Anforderungen hinaus: Gerade in Zeiten der Reform schaffen valide Kostendaten Transparenz und damit eine strategische Entscheidungsgrundlage für die wirtschaftliche Steuerung.
Eine InEK-konforme Kostenträgerrechnung ist Voraussetzung für eine sichere Kalkulation. Die regulatorischen Anforderungen sind somit Anlass, KTR-Ergebnisse genauer in den Blick zu nehmen. Deren eigentlicher Wert liegt in den Erkenntnissen für die wirtschaftliche Steuerung. Der Hintergrund: Wirtschaftlicher Druck sowie Leistungsgruppen und Vorhaltefinanzierung spielen eine tragende Rolle für die Entscheiderebene. Sie muss wissen, wieviel ein Fall bzw. eine Fallgruppe tatsächlich kostet.
Zukunftssicherheit ergibt sich aus der Transparenz auf Einzelfallebene
Eine Betrachtung auf Ebene von DRG-Erlösen und Gesamtkosten auf Fachabteilungs- oder Hausebene greift für die künftige Steuerung zu kurz. Krankenhäuser müssen wissen:
- Welche Kosten verursacht eine bestimmte DRG- bzw. Fallgruppe?
- Welche Kostenstrukturen (Primär-, Sekundär, Tertiärkosten) determinieren eine konkrete medizinische Leistung?
- Welche Kosten sind darin fallvariabel und werden der rDRG zugeordnet, welche sind fix und gehören zur Vorhalte-DRG?
- Welche Kosten entstehen durch die Verrechnung bestimmter Querschnittsabteilungen, OPs, Intensivstationen oder diagnostische Verfahren?
- Welche Leistungen sind wirtschaftlich tragfähig – und welche sind strukturell defizitär?
Die Gesetzgebung zergliedert bzw. deckelt die Erlösdimensionen und schafft ein partiell leistungsfeindliches Szenario. Umso wichtiger wird Kosten- und Ergebnistransparenz auf Fallebene, die sich zu allen relevanten Steuerungsgrößen, wie z. B. Leistungsgruppen und deren Steuerungskorridoren, DRG- und Hybrid-DRG-Fällen oder ambulanten Fallgruppen, aggregieren lässt.
Die Reform steigert die Komplexität
Das Jahr 2026 ist ein Übergangsjahr. Erstmals wurden die Bewertungsrelationen des DRG-Systems in Vorhaltebewertungsrelationen und residuale DRG-Bewertungsrelationen (rDRG) aufgeteilt. Die Vorhaltevergütung wird im System abgebildet, bleibt 2026 und 2027 jedoch budgetneutral. Die eigentliche Budgetwirksamkeit der Vorhaltevergütung beginnt nach aktueller Rechtslage 2028 mit einer Konvergenzphase.
Anstelle von Fallzahlen und Erlösen rückt die Frage in den Fokus: Welche Leistungen erbringen wir, in welchen Leistungsgruppen, mit welchen Strukturen und zu welchen Kosten – und welche Vergütung steht dem gegenüber?
Die Leistungsgruppen sind künftig unmittelbar mit der Finanzierung verknüpft. Hieraus ergibt sich die enorme Bedeutung der Leistungsgruppen- und Kostenträgerperspektive.
Der Beitrag von LOGEX
Mit der LOGEX-Lösung „Kostenträgerrechnung“ erfüllen Krankenhäuser regulatorische Anforderungen sicher. Die Software wird kontinuierlich an aktuelle Vorgaben des InEK angepasst. Sie beinhaltet Prüflogiken, unterstützt die vom InEK geforderten Kalkulationsschemata und lässt sich an individuelle Kostenstrukturen, Umlageschlüssel und Berichtsanforderungen anpassen. Zugleich schafft sie die Basis für eine moderne ökonomische Steuerung. Zu den konkreten Vorteilen zählen:
• InEK-konforme Kostenrechnung,
• hohe Datenqualität;
• standardisierte Prozesse,
• nachvollziehbare Kostenverteilung,
• weniger manueller Aufwand,
• fundierte Analysen für Management und Controlling.

Transparenz und Benchmarks
Eine breite Datenbasis ermöglicht den Vergleich. Die InEK-Kalkulationsdaten der LOGEX-Kundenhäuser eröffnen wertvolle Einblicke in Kostenstrukturen, Hybrid-DRGs und die wirtschaftliche Entwicklung deutscher Krankenhäuser:
• 2,2 Mio. kalkulierte Fälle 2025,
• 6,5 Mrd. analysierte stationäre Kosten,
• 34.000 kalkulierte Hybrid-DRG-Fälle.
Die „Kostenträgerrechnung“ von LOGEX ist ein leistungsstarkes Werkzeug, mit dem Krankenhäuser die Komplexität der Kostenermittlung meistern. Es schafft die notwendige Transparenz, um wirtschaftlich fundierte Entscheidungen zu treffen und die Effizienz nachhaltig zu steigern. So wird die Kostenträgerrechnung vom Pflichtprogramm zu einem wertvollen strategischen Instrument für Management und Controlling.
Jetzt die Weichen für 2027 stellen. Erfahren Sie, wie Ihr Krankenhaus mit der „Kostenträgerrechnung“ von LOGEX eine InEK-konforme Kalkulation und mehr wirtschaftliche Steuerungsfähigkeit erreicht: https://www.logex.com/de-de/inek-kalkulation-mit-logex
