Die LA-Regio Kliniken stellen nach ihrer Fusion die Führungsstruktur neu auf. Der Verwaltungsrat setzt weiterhin auf einen dreiköpfigen Vorstand und will die Position des Vorstandsvorsitzenden mit einer externen Führungskraft besetzen.
Die LA-Regio Kliniken stellen ihre Führungsstruktur neu auf. Der Verwaltungsrat hat beschlossen, den Vorstand weiterhin mit drei Mitgliedern zu besetzen und die Position des Vorstandsvorsitzenden künftig mit einer externen Führungskraft zu besetzen. Das teilte der Klinikverbund nach einer Sitzung des Verwaltungsrats am 4. November mit.
Nach Angaben des Unternehmens wird Jakob Fuchs seine Position im Vorstand zeitnah aufgeben und in den Staatsdienst zurückkehren. Die beiden bisherigen Vorstände Judith Angerer und André Naumann bleiben in ihren Funktionen als Personal- und IT-Vorständin beziehungsweise kaufmännischer Vorstand tätig.
Die dritte Vorstandsposition soll mit einer externen Führungspersönlichkeit besetzt werden. Diese soll Erfahrungen mit Krankenhausfusionen und Transformationsprozessen mitbringen und zugleich den Vorstandsvorsitz übernehmen. Die Auswahl wollen Verwaltungsrat und Vorstand gemeinsam vorbereiten.
„Wir haben gemeinsam die drei bisherigen Klinikunternehmen mit der Fusion zusammengeführt und wichtige Weichen für die Zukunft der LA-Regio Kliniken gestellt. Die Weiterentwicklung der Führungsstruktur ist ein konsequenter und sinnvoller Schritt, um den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortzusetzen“, betonen die drei Vorstandsmitglieder Judith Angerer, Jakob Fuchs und André Naumann.
Fusion seit Jahresbeginn
Die Neuordnung folgt auf die Fusion des Kinderkrankenhauses St. Marien Landshut, des Klinikums Landshut und der Lakumed Kliniken zum 1. Januar 2026. Nach Angaben des Klinikverbunds wurden seitdem unter anderem Verwaltungs- und Tarifstrukturen vereinheitlicht, gemeinsame Leitungsstrukturen geschaffen und die Zusammenführung der IT eingeleitet. Zudem seien die Leistungsgruppenanträge mit Blick auf die Krankenhausreform abgestimmt worden.
Der Verwaltungsratsvorsitzende Alfred Holzner sieht deshalb den Zeitpunkt für eine Anpassung der Führungsstruktur gekommen. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Führungsstruktur an die kommenden Herausforderungen anzupassen und den Transformationsprozess weiter zu stärken“, erklärte der Landrat.
Medizinische und pflegerische Leitung wird ausgebaut
Neben der Neubesetzung im Vorstand planen die LA-Regio Kliniken die Berufung eines Medizinischen Direktors in beratender Funktion. Die Auswahl soll in den kommenden Wochen erfolgen. Bereits besetzt wurde die Funktion des Pflegedirektors: René Marx übernimmt diese Aufgabe für den Klinikverbund.
Mehr Verantwortung an den Standorten
Auch die operative Führung der Häuser soll verändert werden. Für den Standort Landshut mit den Gebäudeteilen Landshut-Mitte und Landshut-Achdorf ist eine einheitliche operative Leitung vorgesehen. Darüber hinaus sollen die Fachklinikstandorte jeweils eigene operative Leitungen erhalten. Nach Angaben des Verwaltungsrats sollen damit Verantwortlichkeiten klarer geregelt und Entscheidungswege verkürzt werden. Die entsprechenden Positionen sollen intern und extern ausgeschrieben werden.
Die LA-Regio Kliniken gingen Anfang 2026 aus dem Zusammenschluss von fünf Klinikstandorten in Stadt und Landkreis Landshut hervor. Die Integration der bisherigen Trägerorganisationen gilt als mehrjähriger Prozess.
cs
