Die RoMed Kliniken wollen die stationäre Versorgung ihrer Häuser in Rosenheim und Bad Aibling künftig an einem Standort bündeln. Der Aufsichtsrat hat dafür einen Grundsatzbeschluss gefasst und die weitere Planung für einen Neubau mit rund 750 Betten angestoßen.
Der Klinikverbund geht laut einer Mitteilung von Gesamtinvestitionen im hohen dreistelligen Millionenbereich aus. Der überwiegende Teil der förderfähigen Investitionen soll dabei aus der Krankenhausförderung des Freistaats Bayern und dem Krankenhaus-Transformationsfonds kommen. Hierzu liefen bereits Gespräche mit dem Gesundheitsministerium. Den verbleibenden Eigenanteil würden Stadt und Landkreis als Träger finanzieren.
Medizinische Kompetenzen an einem Standort
Mit dem Neubau sollen die medizinischen Kompetenzen der beiden Häuser künftig unter einem Dach zusammengeführt werden. Vorgesehen sind unter anderem eine umfassende Notfallversorgung, spezialisierte Medizin sowie eine moderne Infrastruktur mit kurzen Wegen zwischen Notaufnahme, Diagnostik, OP und Intensivmedizin. Das medizinische Leistungsspektrum beider Standorte soll erhalten und weiterentwickelt werden.
Standortsuche und Kriterien
Nach Angaben der RoMed Kliniken wurden vorab diverse Standortoptionen in Stadt und Landkreis untersucht. Mehrere Flächen befänden sich noch in der vertieften Prüfung. Ausschlaggebende Kriterien seien insbesondere die Erreichbarkeit, die Anbindung an den Rettungsdienst sowie langfristige Entwicklungsmöglichkeiten.
Hintergrund der Planungen sind laut Verbund auch die baulichen Voraussetzungen der bestehenden Häuser: Die Gebäude der Kliniken Rosenheim und Bad Aibling stammten in wesentlichen Teilen aus den 1960er Jahren und erfordern in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen. Eine Infrastrukturstudie habe zudem ergeben, dass eine umfassende Sanierung des Klinikums Rosenheim im laufenden Betrieb nicht sinnvoll umsetzbar sei. Langfristige Perspektiven für die weitere Nutzung würden parallel zur Neubauplanung bereits entwickelt.
clu
