Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) und die BG-Kliniken, der Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung, drängen auf Regelungen für eine krisenfeste Gesundheitsversorgung. In einem gemeinsamen Papier formulieren sie Anforderungen an das geplante Gesundheitssicherstellungsgesetz.
Mit ihrem Positionspapier „Krisenvorsorge jetzt umsetzen“ wollen die beiden Verbände Impulse für das angekündigte Gesundheitssicherstellungsgesetz geben. Ziel sei es, Krankenhäuser auch unter außergewöhnlichen Bedingungen handlungsfähig zu halten und sowohl die Versorgung der Bevölkerung als auch die Behandlung einer großen Zahl Verletzter sicherzustellen.
Krisenplanung und digitales Lagebild
Nach Auffassung von VUD und BG-Kliniken braucht es dafür widerstandsfähige Krankenhausinfrastrukturen, verbindliche Krisenpläne und ein digitales Lagebild über Personal, Ausstattung und Behandlungskapazitäten. Zudem müssten Zuständigkeiten und Entscheidungswege für Krisen- und Verteidigungsfälle klar geregelt werden. Auch die Verlegung von Patientinnen und Patienten zwischen Versorgungseinrichtungen müsse überregional koordiniert werden können.
Mehr Ressourcen für den Ernstfall
Als Voraussetzungen nennen die Verbände Investitionen in kritische Infrastrukturen sowie eine bessere Verfügbarkeit von Personal, Arzneimitteln und Blutprodukten. Zudem schlagen sie rechtliche Anpassungen vor, um die Personalplanung in Krisensituationen zu erleichtern, Bürokratie abzubauen und die Bevorratung sowie Eigenproduktion kritischer Arzneimittel zu unterstützen. Investitionen sollten nach ihrer Auffassung insbesondere Universitätskliniken, BG-Kliniken und Bundeswehrkrankenhäuser berücksichtigen, die aufgrund ihrer spezialisierten Versorgungsstrukturen und ihrer Rolle bei der Bewältigung von Konfliktlagen, Pandemien und Naturkatastrophen besonders in der Verantwortung für die medizinische Krisenvorsorge stünden.
clu
