Gesundheitssicherstellungsgesetz

Universitätskliniken und BG-Kliniken fordern Krisenvorsorge

  • News des Tages
Universitätskliniken und BG-Kliniken fordern Krisenvorsorge
Bauchlagerung eines an COVID19 erkrankten Patienten auf der Intensivstation des Unispital Basel. Für die vielen Patienten wurde eine spezielle Gruppe, bestehend aus Kinestaethik Spezialisten, PhysiotherapeutInnen und OP Lagerungspflegenden, Intensivpflegefachkräften und Ärzten gegründet. COVID19 am Unispital Basel. Behandlung von COVID Patienten auf der Intensivstation des Unispital Basel. © Fabian Fiechter für Unispital Basel Alle Rechte vorbehalten , Veroeffentlichung nur gemäß meiner AGBs, Honorar, Urhebervermerk und Belegexemplar. Persönlichkeitsrechte des Patienten werden nicht übertragen. Der Name des Patienten wurde im Monitor unkenntlich gemacht. © Fabian Fiechter für Unispital Basel

Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) und die BG-Kliniken, der Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung, drängen auf Regelungen für eine krisenfeste Gesundheitsversorgung. In einem gemeinsamen Papier formulieren sie Anforderungen an das geplante Gesundheitssicherstellungsgesetz.

Mit ihrem Positionspapier „Krisenvorsorge jetzt umsetzen“ wollen die beiden Verbände Impulse für das angekündigte Gesundheitssicherstellungsgesetz geben. Ziel sei es, Krankenhäuser auch unter außergewöhnlichen Bedingungen handlungsfähig zu halten und sowohl die Versorgung der Bevölkerung als auch die Behandlung einer großen Zahl Verletzter sicherzustellen.

Krisenplanung und digitales Lagebild

Nach Auffassung von VUD und BG-Kliniken braucht es dafür widerstandsfähige Krankenhausinfrastrukturen, verbindliche Krisenpläne und ein digitales Lagebild über Personal, Ausstattung und Behandlungskapazitäten. Zudem müssten Zuständigkeiten und Entscheidungswege für Krisen- und Verteidigungsfälle klar geregelt werden. Auch die Verlegung von Patientinnen und Patienten zwischen Versorgungseinrichtungen müsse überregional koordiniert werden können. 

Mehr Ressourcen für den Ernstfall

Als Voraussetzungen nennen die Verbände Investitionen in kritische Infrastrukturen sowie eine bessere Verfügbarkeit von Personal, Arzneimitteln und Blutprodukten. Zudem schlagen sie rechtliche Anpassungen vor, um die Personalplanung in Krisensituationen zu erleichtern, Bürokratie abzubauen und die Bevorratung sowie Eigenproduktion kritischer Arzneimittel zu unterstützen. Investitionen sollten nach ihrer Auffassung insbesondere Universitätskliniken, BG-Kliniken und Bundeswehrkrankenhäuser berücksichtigen, die aufgrund ihrer spezialisierten Versorgungsstrukturen und ihrer Rolle bei der Bewältigung von Konfliktlagen, Pandemien und Naturkatastrophen besonders in der Verantwortung für die medizinische Krisenvorsorge stünden.

clu

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

BibliomedManager MONATSPASS

Jetzt einen Monat vollen Einblick

  • Unbegrenzter Zugriff auf alle Fachartikel und Analysen
  • Ideal für Entscheider im Gesundheitswesen
  • Endet automatisch - völlig unverbindlich

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich