Wie aus den Berechnungen des GKV-Schätzerkreises hervorgeht, dürfte sich das Ausgabenwachstum der Kassen deutlich abschwächen und erstmals seit drei Jahren wieder durch die Einnahmeentwicklung gedeckt werden. Die Einnahmen des Gesundheitsfonds steigen im nächsten Jahr geschätzt auf 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Die Ausgaben steigen geschätzt um 2,2 Prozent an und liegen damit unter der gesetzlich vorgegebenen Grundlohnrate.
Gesundheitsminister Carsten Linnemann wertete dies als Erfolg des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes, das die Krankenkassen im kommenden Jahr um bis zu 15 Milliarden Euro entlasten soll. Zugleich warnte er vor weiterhin bestehenden Finanzproblemen der gesetzlichen Krankenversicherung und kündigte weitere Strukturreformen an. Die von Linnemanns Vorgängerin Nina Warken (CDU) ins Leben gerufene Finanzkommission soll bis Ende des Jahres weitere Vorschläge für Reformen liefern.
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