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Auszeichnung

Jens Scholz ist Vordenker 2018

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Jens Scholz ist Vordenker des Jahres 2018. Der Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Schleswig-Holsteins (UKSH) wurde am Donnerstag Abend auf der Abendveranstaltung des Nationalen DRG- und Reha-Forums in Berlin ausgezeichnet. Scholz personifiziere wie kein anderer die Neuausrichtung des deutschen Gesundheitswesens in Zeiten der Digitalisierung, begründet die Jury ihre Wahl. "Frühzeitig hat er das Potenzial, das der Modernisierung der Universitätsmedizin innewohnt, erkannt und für das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein zu nutzen  verstanden. In mustergültiger Weise verknüpft der Laureat Innovationsgeist mit betriebswirtschaftlicher Ratio und ethischer Verantwortung. Damit leistet Prof. Dr. Jens Scholz einen preiswürdigen Beitrag zur Gestaltung einer modernen, bezahlbaren und menschlichen Patientenversorgung."

Wie Scholz am UKSH eines der größten Klinikbauprojekte Europas vorantreibt, den Change-Prozess organisiert und sein Haus zum Vorreiter in der Digitalisierung machen will, erklärt er im großen Interview mit der neuen Ausgabe von f&w.

Die Begründung der Jury im Detail

Innovationsgeist

Prof. Scholz hat die Neuausrichtung der medizinischen Schwerpunkte betrieben und entsprechende Zentren sowohl in Kiel als auch in Lübeck – teilweise standortübergreifend – realisiert. Mithilfe eines ehrgeizigen baulichen Masterplans löst Prof. Scholz den erheblichen Sanierungs- und Investitionsstau an beiden Standorten auf. Zugleich forciert Prof. Scholz konsequent die Digitalisierung der Medizin. Er fördert Projekte aus dem Bereich Big Data und Robotik, unterstützt die therapeutisch Tätigen durch digitalen Workflow und fördert die Transparenz gegenüber den Patienten mittels digitaler Angebote. 

Betriebswirtschaftliche Vernunft

Prof. Scholz hat in einer Situation Vorstandsverantwortung übernommen, als das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein praktisch ein Sanierungsfall war. Die Zusammenführung der Campusse Kiel und Lübeck galt als allenfalls rudimentär abgeschlossen, und Friktionen zwischen den beiden Standorten waren deutlich sichtbar. In dieser Phase gab Prof. Scholz gegenüber der Politik die Zusage, das Defizit abzubauen. Im Gegenzug verpflichtete sich die Politik, das Klinikum zu entschulden und erhebliche Investitionen zu finanzieren. Heute sind an beiden Standorten, Kiel und Lübeck, Neubauten realisiert,  die vor der endgültigen Fertigstellung und Inbetriebnahme stehen. Nach  Abschluss dieser Investitionsanstrengungen wird das UKSH im Wesentlichen neu gebaut und die Bilanz saniert sein. Die über Jahre negativ beurteilte Zusammenführung der Standorte Kiel und Lübeck zu einem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein ist inzwischen in eine äußerst fruchtbare Entwicklung übergegangen. Die Standorte empfinden sich als Teil eines Ganzen und arbeiten kooperativ zusammen. Dies gilt auch für die Verknüpfung der beiden Fakultäten. 

Soziale Verantwortung

Medizin muss den Patienten dienen und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter respektieren. Prof. Scholz fördert den Change-Prozess unter den Mitarbeitern. Dazu hat er, einmalig in Deutschland, eine entsprechende „Change-Management“-Organisation im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein  geschaffen. Er selbst engagiert sich bei der Vermittlung des Themas Digitalisierung bundesweit. Die Mitarbeiter werden durch entsprechende Wissensportale in ihrer Kompetenz unterstützt. Prof. Scholz hat weit vor anderen Ärzten das Thema Patient ganz ins Zentrum seiner Aktivitäten gestellt. Er hat früh erkannt, dass sich die Position der Patienten verändert und die Ärzteschaft sich darauf einstellen muss. Patienten werden zu Konsumenten, deren Präferenzen bei der Gestaltung der Gesundheitsangebote eine zunehmend gewichtige Rolle spielen. Prof. Scholz fördert Kulturprojekte, die deutlich machen, dass Patienten mehr als nur Reparatur an ihrem Körper im Krankenhaus erwarten dürfen. Sie sollen ganzheitlich angesprochen werden und damit ihre eigenen Stärkungskräfte mobilisieren, um als Co-Therapeuten für sich selbst wirksam werden zu können. 

 

 

Autor

 Florian Albert

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