Kritik an Förderung eines neuen Krebsregisters

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Die Deutsche Krebsgesellschaft und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) kritisieren die Entscheidung des Innovationsausschusses, mit den Mitteln des Innovationsfonds den Aufbau eines bundesweiten Registers für ausgewählte onkologische Indikationen zu fördern. Beide Organisationen befürchten, dass hier erneut Geld für ein Instrument ausgegeben werde, das in Form der klinischen Krebsregister bereits in mehreren Bundesländern existiert und bis Ende 2017 in ganz Deutschland etabliert sein soll. Außerdem sehen sie die Gefahr der Doppeldokumentation. Denn bei bestimmten Krebsarten würden die Daten sowohl in bestehenden klinischen Krebsregistern, als auch im neuen Register erfasst. Diese Dopplung bedeute zusätzlichen Aufwand für die meldenden Leistungserbringer.

Seit Inkrafttreten des sogenannte Krebsregister- und -früherkennungsgesetzes (KFRG) im Jahr 2013 sind alle Bundesländer aufgefordert, entsprechende Ländergesetze zu erlassen und bis Ende 2017 klinische Krebsregister einzurichten. In einigen Bundesländern haben die klinischen Krebsregister ihre Arbeit bereits aufgenommen. Das neue mit Mitteln des Innovationsfonds geförderte Register soll nun helfen, ein Modell zur Bewertung des Nutzens und Schadens innovativer Krebsmedikamente zu entwickeln. Zu diesem Zweck wird es personenbezogene Daten über den Einsatz dieser Arzneimittel beim metastasierten Brust- und Prostatakrebs sowie dem multiplen Myelom sammeln.
 

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