Rhön-Klinikum AG

Rhön mit weniger Gewinn und kleinerem Vorstand

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Laut vorläufigem Geschäftsbericht verzeichnete die Rhön-Klinikum AG im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Konzerngewinn von 58,6 Millionen Euro, deutlich weniger als die 87,4 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz des Krankenhauskonzern stieg parallel dazu um rund 6 Prozent auf zuletzt 1,18 Milliarden Euro, heißt es in einer aktuellen Mitteilung. „Die Entwicklung des operativen Geschäfts ist unbefriedigend", sagte der neue Vorstandsvorsitzende Stephan Holzinger. „Wir werden uns daher zum Beispiel intensiv mit den Materialkosten ebenso wie mit den Verwaltungsstrukturen in der Zentrale wie in den Standorten beschäftigen und Entscheidungen beschleunigen."

Für das laufende Jahr erwarte der Konzern weitere Belastungen durch regulatorische Eingriffe des Gesetzgebers. Rhön zählt hierzu die Änderungen im Fallpauschalenkatalog auf, die für eine verminderte Vergütung für kardiologische und spezialorthopädische Leistungen sorgen, sowie zu erwartende höhere Abschläge für Mehrleistungen.

Der Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG hat daneben am Donnerstag beschlossen, den Vorstand des Unternehmens von fünf auf drei Mitglieder zu verkleinern. Laut einer gestern veröffentlichten Mitteilung werden im Zuge dessen der Vorstand Operatives Geschäft, Martin Menger, und Finanzvorstand Jens-Peter Neumann abberufen. Der Beschluss tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Der Rhön-Vorstand besteht demnach nur noch aus dem erst kürzlich berufenen neuen Vorstandsvorsitzenden Stephan Holzinger, dessen Vorgänger und neuem stellvertretenden Vorsitzenden Martin Siebert sowie dem bisherigen Medizinvorstand Bernd Griewing. 

Holzinger übernimmt nun die Unternehmensstrategie, die Konzernbereiche Unternehmenskommunikation, IT/Künstliche Intelligenz, Investor Relations und Finanzierungen, Rechnungswesen, Steuern und Controlling sowie die Stabsstellen Interne Revision, Compliance und die Konzernzentrale. Er ist außerdem für die Universitätskliniken in Gießen und Marburg zuständig.

Holzingers Stellvertreter Martin Siebert ist nun für die Konzernbereiche Materialwirtschaft, Service und Logistik, Bau und Technik, Personal und Tarif sowie den Fachbereich Recht und den Konzerndatenschutz zuständig. Darüber hinweis soll er für die Zentralklinik in Bad Berka sowie das Klinikum Frankfurt (Oder) verantwortlich zeichnen.

Der Medizinische Vorstand Bernd Griewing leitet ab sofort neben dem Medical Board die Bereiche Patientensicherheit, Qualitätsmanagement und Hygiene, medizinisches Prozessmanagement sowie den Fachbereich Netzwerkmedizin und Innovationen. Darüber hinaus führt er die Rhön-Innovations GmbH und erhält die Kontrolle über den Standort Bad Neustadt.

Autor

 Peter Carqueville

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