Asklepios Trendreport 2026

Qualität schlägt Kliniknähe

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Asklepios Trendreport 2026: Qualität schlägt Kliniknähe im Krankenhaus
PD Dr. Sara Sheikhzadeh, Chief Medical Officer der Asklepios Kliniken Gruppe © Asklepios

Im Asklepios Trendreport 2026 veröffentlicht die Klinikgruppe die Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung. Die Umfrage zeigt, dass Patienten Behandlungsergebnisse deutlich höher bewerten als Kliniknähe oder Ausstattung.

Drei Viertel der Befragten bewerten die medizinische Versorgung in Deutschland grundsätzlich positiv. Ausschlaggebend für ihre Einschätzung ist vor allem die fachliche Kompetenz. Gleichzeitig äußert eine deutliche Mehrheit Kritik an den Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems. 

80 Prozent haben den Eindruck, dass formale Vorgaben häufig stärker gewichtet werden als tatsächliche Heilungserfolge. Mehr als die Hälfte findet zudem, dass Krankenhäuser zu wenig Wert auf das Behandlungsergebnis legen. Diese Einschätzung äußern laut Asklepios Trendreport 2026 besonders Menschen mittleren Alters.

Daten zu Heilungsraten und Komplikationen

Bei der Bewertung von Krankenhäusern setzt die Bevölkerung andere Schwerpunkte als die klassische Betrachtung von Ausstattung, Personal oder Mindestmengen. 90 Prozent wünschen sich transparente Daten zu Heilungsraten und Komplikationen. 

Für 88 Prozent ist eine gute Behandlungsqualität wichtiger als eine moderne Ausstattung. 80 Prozent bevorzugen eine hohe Behandlungsqualität gegenüber einer kurzen Anfahrt. 79 Prozent würden ein weiter entferntes Krankenhaus wählen, wenn dort die Erfolgsquoten höher sind.

Ebenso viele Befragte wünschen sich finanzielle Anreize für Kliniken, wenn Patienten langfristig gesund bleiben. Die Ergebnisse zeigen damit eine klare Orientierung an der Ergebnisqualität statt an Strukturmerkmalen.

Kleine Kliniken sollen bleiben

Die Befragung spricht nicht für einen Rückzug aus der Fläche. Im Gegenteil: 87 Prozent der Teilnehmer sprechen sich für den Erhalt kleiner Kliniken aus. Gleichzeitig wünschen sich 84 Prozent eine digitale Vernetzung dieser Häuser mit Spezialzentren.

Die Ergebnisse verbinden damit den Wunsch nach wohnortnahen Angeboten mit einer stärkeren Spezialisierung und Kooperation innerhalb der Versorgungslandschaft. 

Behandlungsergebnisse mitbewerten

87 Prozent begrüßen systematische Rückmeldungen nach einem Krankenhausaufenthalt. Ein Drittel möchte darüber hinaus durch eigene Rückmeldungen Einfluss auf die Beurteilung von Behandlungsergebnissen nehmen. 

Der Bericht verweist in diesem Zusammenhang auf Patient-Reported Outcome Measures (PROM) und Patient-Reported Experience Measures (PREM). Die Instrumente erfassen Behandlungsqualität aus Sicht der Patienten und gewinnen nach Einschätzung des Asklepios Trendreports 2026 an Bedeutung.

Eigenverantwortung wichtige Rolle

94 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass ihr eigenes Verhalten den Behandlungserfolg beeinflusst. 91 Prozent würden sich bereits vor einer Behandlung aktiv einbringen, sofern sie klare ärztliche Informationen erhalten.

Gleichzeitig sehen 50 Prozent die Hauptverantwortung weiterhin bei den behandelnden Ärzten. Für Rehabilitation und Nachsorge erkennen dagegen 91 Prozent eine eigene Mitverantwortung.

Wunsch nach Betreuung und Aufklärung

92 Prozent wünschen sich mehr Aufklärung. 91 Prozent fordern einen nahtlosen Übergang zwischen den Versorgungssektoren. Die bestehenden Grenzen im Gesundheitssystem werden damit von vielen Befragten als Hindernis wahrgenommen. 

Zudem wünschen sich 87 Prozent eher eine durchgängige Betreuung aus einer Hand als eine Versorgung über viele einzelne Einrichtungen hinweg. 41 Prozent stimmen dieser Aussage voll zu, weitere 46 Prozent eher. Elf Prozent stimmen eher nicht zu, zwei Prozent lehnen sie ab. 

„In diesem Sinne arbeiten wir auch daran, Qualität messbar zu machen – wir wollen die Medizin von Morgen entscheidend prägen und weiter verbessern", sagt dazu Sara Sheikhzadeh, Chief Medical Officer von Asklepios und Medizinische Direktorin bei Rhön. 

Die repräsentative Bevölkerungsbefragung wurde im Februar 2026 im Auftrag der Asklepios Gruppe durchgeführt und im Asklepios Trendreport 2026 veröffentlicht.­­

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