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Bundeskartellamt gibt Sana-Einstieg beim Klinikum Niederlausitz frei

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Bundeskartellamt gibt Sana-Einstieg beim Klinikum Niederlausitz frei
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Das Bundeskartellamt hat den Erwerb von 51 Prozent der Anteile an der Klinikum Niederlausitz GmbH durch die Sana Kliniken AG, Ismaning, vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz freigegeben. Das Klinikum Niederlausitz verfügt über zwei Krankenhausstandorte in Senftenberg und Lauchhammer im südlichen Brandenburg. Sana ist in der Region unter anderem mit dem Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda vertreten.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, sagt: „Beide Klinikbetreiber haben in der Region jeweils eine starke Marktposition. Gleichwohl stehen für die Patientinnen und Patienten Kliniken alternativer Träger als Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung, die schon heute in erheblichem Umfang genutzt werden. Insoweit haben wir bei dem Zusammenschluss keine wettbewerblichen Bedenken.“

Sana ist der drittgrößte private Klinikbetreiber in Deutschland. Das Klinikum Niederlausitz war in den vergangenen Jahren in finanzielle Schieflage geraten, weswegen in einem mehrmonatigen Verfahren ein strategischer Partner gesucht wurde, der in das Klinikum investiert. Der Kreistag Oberspreewald-Lausitz votierte für den Zusammenschluss mit Sana. Das mit Sana vereinbarte  Standortkonzept sehe hohe Investitionen und den Erhalt beider Klinikstandorte mit einer weiteren Differenzierung des Leistungsspektrums vor, heißt es weiter.

Das Klinikum Niederlausitz und das Lausitzer Seenland Klinikum erreichten zwar hohe Marktanteile und stünden in einer gewissen Wettbewerbsbeziehung zueinander. Allerdings suche bereits heute ein großer Teil der Patienten das benachbarte Elbe-Elster Klinikum und die Maximalversorger der Region – das Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus und das Universitätsklinikum in Dresden – auf. Sowohl in räumlicher als auch in sachlicher Hinsicht stünden nach dem Zusammenschluss mindestens gleichwertige Ausweichmöglichkeiten für die Patienten zur Verfügung. "Daher konnte das Vorhaben nach intensiver Vorprüfung binnen Monatsfrist in der ersten fusionskontrollrechtlichen Prüfungsphase freigegeben werden."

Autor

 Christina Spies

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