Spahn fordert Bonus

Coronaprämie für Krankenhauspflege wird immer wahrscheinlicher

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Coronaprämie für Krankenhauspflege wird immer wahrscheinlicher
© Pixabay/moerschy

Wie das "Ärzteblatt" berichtet, hat der Gesundheitsminister die Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) beauftragt, "zeitnah Lösungswege für Zahlungen an besonders belastete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insbesondere in der Pflege aufzuzeigen“. Spannend bleibt die Finanzierung des Bonus. Eine Prämie von 1.000 Euro für alle Klinikpflegekräfte würde etwa 400 Millionen Euro kosten, erklärte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum unlängst in einem Podcast mit "Hashtag Gesundheit". Die Prämie für die Altenpflege hatte die Pflegekasse übernommen. Im Bericht des "Ärzteblatts" wird GKV-Sprecher Florian Lanz mit den Worten zitiert: „Gemeinsam mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft werden wir einen Vorschlag erarbeiten, wie dies zügig umgesetzt werden kann.“

Die DKG drängt darauf, die Einsparung der Kassen durch den Behandlungsrückgang in Corona-Zeiten für den Bonus zu verwenden. Der Überschuss sei zum großen Teil Ergebnis der Erlösausfälle der Krankenhäuser. Vor dem Hintergrund dieser Zahlen sei die Verweigerung der Kassen, die von der Politik geforderte Bonuszahlung für Pflegekräfte zu finanzieren, nicht mehr vermittelbar. "Sie stellt schon fast einen Affront gegenüber den Pflegekräften dar, die mit ihren Sozialversicherungsbeiträgen die Überschüsse mitfinanzieren", so Baum. Aufgrund der weiter anhaltenden Pandemielage und der sich daraus ergebenden Mindererlöse und Mehrkosten für die Krankenhäuser, würden die Kassen auch in den nächsten Monaten viel Geld sparen, so die DKG.

Am Dienstag hatte der AOK Bundesverband bekannt gegeben, ein positives Halbjahresergebnis in Höhe von 320 Millionen Euro erzielt zu haben. Grund dafür ist, dass die Leistungs-Inanspruchnahme - bedingt durch die Corona-Pandemie - deutlich zurückgegangen ist. Intensivbetten wurden freigehalten und Operationen wurden, sofern möglich, verschoben. Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes, dazu: "Auf der Ausgabenseite sehen wir zwar in fast allen Leistungsbereichen starke Fallzahl-Rückgänge, bei denen unklar ist, ob und wann es dazu vergleichbare Nachholeffekte geben wird. Gleichzeitig müssen wir aber mit etlichen Extrakosten rechnen."

Autoren

 Luisa-Maria Hollmig
 Jens Mau

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