Der Kreistag Minden-Lübbecke hat Klinikneubauten mit einem Volumen von bis zu 508 Millionen Euro beschlossen. Dazu zählen das Klinikum Lübbecker Land in Espelkamp sowie ein Erweiterungsbau an der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen.
Das geht aus den Beschlussvorlagen und Finanzierungsunterlagen der Mühlenkreiskliniken hervor.
Mit der Entscheidung endet eine jahrelange Diskussion über die künftige Krankenhausstruktur im Mühlenkreis. Das neue Klinikum in Espelkamp soll die bisherigen Krankenhäuser in Lübbecke und Rahden ersetzen. In Bad Oeynhausen planen die MKK einen Erweiterungsbau an der Auguste-Viktoria-Klinik.
Die Gesamtkosten beider Projekte beziffern die Kliniken auf bis zu 508 Millionen Euro einschließlich Risikobudgets und Finanzierungskosten bis zum Bauende. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich mit 178 Millionen Euro Fördermitteln sowie weiteren Baupauschalen in Höhe von 30,3 Millionen Euro.
MKK nehmen bis zu 300 Millionen Euro Kredite auf
Für die Finanzierung benötigen die MKK Fremdkapital von bis zu 300 Millionen Euro. Davon sollen 260 Millionen Euro über langfristige Namensschuldverschreibungen aufgenommen werden. Weitere bis zu 40 Millionen Euro dienen als Zwischenfinanzierung während der Bauphase.
Für den Ausbau in Bad Oeynhausen kalkulieren die MKK mit einer langfristigen Finanzierung von 60 Millionen Euro. Auf das Klinikum Lübbecker Land entfallen 200 Millionen Euro.
Der Verwaltungsrat der Mühlenkreiskliniken hatte dem Kreistag empfohlen, die Projekte auf Grundlage der vorliegenden Finanzierungsvereinbarungen umzusetzen. Mit dem nun gefassten Beschluss können die Kliniken die nächsten Schritte für die beiden Bauvorhaben einleiten.
cs
