Das St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter schließt seine Türen zum 30. September. Nach dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung konnte das Krankenhaus keinen Investor für eine Fortführung des Standorts finden.
Von der Schließung sind rund 250 Beschäftigte betroffen. Das Haus hatte am 26. Februar einen Insolvenzantrag gestellt; am 1. Mai eröffnete das zuständige Gericht das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Ziel war es, einen Investor zu finden und den Standort langfristig zu sichern.
Investorenprozess bleibt ohne Ergebnis
Nach Angaben des St. Elisabeth-Krankenhauses haben die Verantwortlichen in den vergangenen Monaten verschiedene Fortführungskonzepte geprüft. Der Investorenprozess habe jedoch zu keinem bindenden Übernahmeangebot geführt. Die Geschäftsführung hat deshalb entschieden, den Klinikbetrieb vollständig einzustellen.
Das Krankenhaus verweist auf schwierige wirtschaftliche und strukturelle Rahmenbedingungen im Krankenhaussektor. Als Herausforderungen nennt das Unternehmen unter anderem Unsicherheiten bei der künftigen Leistungsplanung, steigende Betriebskosten, eine aus Sicht des Hauses unzureichende Refinanzierung sowie hohe Investitionsbedarfe.
Im Investorenprozess haben die Verantwortlichen Gespräche mit verschiedenen Krankenhausbetreibern geführt. Zwar habe es Interessenbekundungen gegeben, ein verbindliches Angebot sei jedoch nicht zustande gekommen.
Versorgung wird schrittweise beendet
Wie das St. Elisabeth-Krankenhaus mitteilt, solle der Schließungsprozess geordnet ablaufen: Neue Patienten will das Haus nicht mehr aufnehmen. Zudem beteilige es sich nicht mehr an der Notfallversorgung. Bis zur Betriebseinstellung sollen die noch stationär behandelten Patienten entlassen oder in Abstimmung mit den regionalen Gesundheitsdiensten in andere Krankenhäuser verlegt werden. Von der Schließung sind rund 250 Mitarbeiter betroffen.
Die Geschäftsführung informierte die Belegschaft am 28. September in einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung über die Entscheidung.
Mit der Betriebseinstellung endet die stationäre Versorgung am Standort Salzgitter-Bad. Nach Angaben des Krankenhauses liege die Verantwortung für die weitere regionale Krankenhausversorgung künftig bei den zuständigen Akteuren der Gesundheitsversorgung und Krankenhausplanung.
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