Das St. Elisabeth‑Krankenhaus Salzgitter hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.
Der Geschäftsführer Sebastian Margaschewski, der seit Anfang des Jahres das Haus leitet, bleibe während des Verfahrens im Amt und führe den Sanierungsprozess selbst, teilt das Klinikum mit. Das Verfahren soll die wirtschaftliche Stabilität des Hauses wiederherstellen und eine tragfähige Zukunftsstruktur sichern. Die Mitarbeitenden haben am 24. Februar in einer Versammlung von dem Antrag und den nächsten Schritten erfahren.
Hintergrund der Entscheidung sind seit Jahren verschärfte wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Krankenhaussektor. Das Haus verweist auf steigende Personal‑, Energie- und Sachkosten, die durch das Vergütungssystem nicht ausgeglichen werden. Zudem belasteten Investitionen und Projektkosten für den geplanten Neubau die Finanzlage.
Der Krankenhausbetrieb soll ohne Einschränkungen bestehen bleiben. Auch an der geplanten Inbetriebnahme des Ersatzneubaus hält das Haus fest. Derzeit prüft die Klinik organisatorische und kaufmännische Rahmenbedingungen. Ziel sei eine stabile und verantwortungsvolle Umsetzung.
Das St. Elisabeth‑Krankenhaus wurde 1919 gegründet und ist seit 1945 ein Haus der Grund- und Regelversorgung. Es verfügt über 102 Planbetten und beschäftigt rund 280 Mitarbeitende. Jährlich behandelt die Klinik etwa 7.000 stationäre und 7.100 ambulante Patientinnen und Patienten. Für die ambulante Versorgung wurde 2011 ein eigenes MVZ gegründet.
cs
