Das Städtische Klinikum Braunschweig (SKBS) hat den Zuschlag für die Einführung eines neuen Krankenhausinformationssystems (KIS) an Avelios Medical vergeben. Anlass ist die Abkündigung des bisherigen Systems IS-H durch den Tech-Konzern SAP.
Das SKBS hat im Vergabeverfahren für ein neues KIS den Auftrag zur Einführung an Avelios Medical aus München vergeben. Anlass für die Entscheidung, das System zu wechseln, gab die Abkündigung des bisherigen Systems IS-H durch das Softwareunternehmen SAP. Wie das SKBS mitteilt, sei das Ziel eine Modernisierung der IT-Strukturen sowie die Weiterentwicklung klinischer und administrativer Prozesse.
KIS in Cloud mit Fokus Sicherheit und Datenschutz
Das Klinikum plant den Betrieb des neuen KIS in einer Cloud-Umgebung unter Berücksichtigung von Anforderungen an Informationssicherheit, Datenschutz und Verfügbarkeit. Das System von Avelios erfülle laut Klinikum die technischen und regulatorischen Voraussetzungen für diesen Ansatz. Es ist auf Interoperabilität, Prozessoptimierung und die Integration von KI-Anwendungen ausgerichtet.
KIS dienen im Klinikbetrieb der Erfassung, Speicherung und Weitergabe von Informationen, etwa zu Patienten, Behandlungen und Terminen, und bilden die Grundlage der Datenverarbeitung.
SKBS
Das Städtische Klinikum Braunschweig verfügt über 1.475 vollstationäre sowie 24 teilstationäre Planbetten und beschäftigt rund 4.489 Mitarbeiter im Krankenhaus, knapp 5.000 einschließlich Tochtergesellschaften. Es versorgt als Krankenhaus der Maximalversorgung die Region Braunschweig mit rund 1,2 Millionen Einwohnern.
Die Einrichtung umfasst 22 Kliniken, zehn selbstständige klinische Abteilungen und acht Institute. Pro Jahr behandelt das Klinikum mehr als 50.000 Patienten stationär und rund 200.000 ambulant.
Zum Klinikum gehören die Standorte Salzdahlumer Straße und Celler Straße sowie weitere Einrichtungen wie ein Reha-Sportzentrum und ein sozialpädiatrisches Zentrum. Der Jahresumsatz liegt nach eigenen Angaben bei rund 460 Millionen Euro.
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