Fresenius steigt bei Avelios Medical ein und will gemeinsam mit dem Unternehmen ein offenes, interoperables und KI-natives Gesundheitsökosystems für Europa aufbauen.
Das geht aus einer Mitteilung von Avelios hervor. Der Gesundheitskonzern bringt sich damit in eine bestehende Technologiepartnerschaft ein, die Avelios bereits mit SAP geschlossen hatte. Ziel der Zusammenarbeit ist eine stärker standardisierte und skalierbare IT-Infrastruktur für die klinische Versorgung.
KIS als zentrale Plattform
Im Mittelpunkt steht das Krankenhausinformationssystem von Avelios. Es soll als zentrale Plattform für eine integrierte Versorgungsstruktur dienen. Die Lösung basiert laut Unternehmen auf einem strukturierten Datenmodell und einer cloudbasierten Architektur. Fresenius will seine Erfahrung aus der Versorgungspraxis einbringen. Klinische Abläufe aus unterschiedlichen Häusern sollen systematisch erfasst und vereinheitlicht werden. Das soll die Einführung der Plattform in weiteren Einrichtungen erleichtern.
„Wir führen zusammen, was Deutschland und Europa im Gesundheitswesen brauchen: medizinische Exzellenz, technologische Stärke und den souveränen Einsatz von Digitalisierung und KI“, sagt Christian Pawlu, Chief Operating Officer von Fresenius Helios. „Mit unserer Beteiligung an Avelios Medical gehen wir einen weiteren Schritt beim Aufbau eines digitalen Gesundheitsökosystems – interoperabel, verlässlich und KI-fähig.“
Ausbau der Partnerschaft mit SAP
Die Zusammenarbeit mit SAP bleibt Teil der Strategie. Gemeinsam wollen die Partner die Plattform entlang klinischer Anforderungen weiterentwickeln. Dabei stehen insbesondere Interoperabilität und Datennutzung im Fokus.
Avelios setzt auf eine sogenannte KI-native Architektur. Sie soll eine datenbasierte Versorgung ermöglichen und Prozesse stärker automatisieren. Das Unternehmen verfolgt den Ansatz einer offenen Plattform, die sich in unterschiedliche Versorgungsstrukturen integrieren lässt.
„Wir haben Avelios mit der Überzeugung gegründet, dass die Zukunft der Versorgung in einer datenbasierten, KI-nativen und offenen Gesundheitsplattform liegt“, sagt Christian Albrecht, Co-Founder und CEO von Avelios. „Mit SAP und Fresenius holen wir führende technologische und klinische Exzellenz an den Tisch – und gehen damit einen entscheidenden Schritt hin zu einem offenen Ökosystem für die Gesundheitswirtschaft.“
Entwicklung aus Forschungsprojekt
Avelios entstand vor mehreren Jahren aus einem KI-Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit Universitätskliniken. Trotz der Beteiligung von Fresenius bleibt Avelios nach eigenen Angaben unabhängig und gründergeführt. Die Lösung soll sich flexibel in bestehende IT-Strukturen integrieren lassen.
cs
