Die bisherige Klinik für Innere Medizin II arbeitet nun in Pritzwalk unter dem Namen „Klinik für Gastroenterologie, Onkologie, Infektionskrankheiten und allgemeine Innere Medizin“. Die internistische Notaufnahme bleibt vorerst in Wittstock bestehen. Endoskopische Untersuchungen sollen weiterhin an beiden Standorten möglich sein.
Mit dem Umzug bündelt KMG die Gastroenterologie und die Viszeralchirurgie in Pritzwalk. Beide Fachbereiche arbeiten dort künftig auf einer gemeinsamen Station. Für Patienten verlagert sich die stationäre Versorgung damit nach Pritzwalk, rund 20 Kilometer westlich von Wittstock.
Wittstock sucht neue Versorgungsstrukturen
Mit der Verlagerung verliert Wittstock einen weiteren Teil seiner stationären Krankenhausversorgung. Nach Angaben von KMG bleibt die internistische Notaufnahme zunächst bestehen. Die stationäre Versorgung am Standort soll jedoch bis Ende des Jahres vollständig auslaufen.
Parallel beraten Landkreis, Stadt und weitere Akteure über die künftige medizinische Versorgung. Geplant sind zusätzliche ambulante Angebote und ein Facharztzentrum als Übergangslösung. Langfristig soll auf dem Gelände der ehemaligen Tuchfabrik ein Gesundheitscampus entstehen. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg verweist darauf, dass in Wittstock mehrere haus- und fachärztliche Versorgungsaufträge verfügbar sind.
Wie die Versorgung nach dem Ende des Krankenhausbetriebs im Detail organisiert werden soll, ist noch offen. Die Diskussion um die Nachfolgelösung begleitet den schrittweisen Rückzug der stationären Versorgung aus Wittstock bereits seit mehreren Monaten, wie lokale Medien berichten.
cs
