Protest statt Feiern: Die DKG sagt ihren Sommerempfang ab und will die dabei eingesparten Mittel lieber in Kampagnen gegen die aktuelle Gesundheitspolitik stecken.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat aus Protest gegen das Sparpaket der Bundesregierung ihren Sommerempfang in diesem Jahr abgesagt.
"Angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Lage vieler Krankenhäuser sowie der anhaltenden politischen Entscheidungen gegen die Kliniken und ihre 1,4 Millionen Beschäftigten hält die DKG eine feierliche Veranstaltung mit den politischen Entscheidungsträgern und Akteuren des Gesundheitswesens für nicht vertretbar", teilte der Verband mit. Die gesparten finanziellen Mittel will man stattdessen nutzen, um die Krankenhäuser in ihrem Protest gegen die derzeitige Politik zu unterstützen.
"Das von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Kürzungsgesetz trifft die Kliniken ins Mark und wird viele Häuser in die Insolvenz treiben. In einer solchen Situation verbietet es sich geradezu, einen Sommerempfang mit Smalltalk und Häppchen zu begehen", erklärt Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG.
Eigentlich ist der Sommerempfang ein gesetzter Termin im politischen Berlin, an dem die Bundesgesundheitsministerin oder der Bundesgesundheistminister, Bundestagsabgeordnete, Verbändevertreter und Praktiker teilnehmen. Ob im kommenden Jahr wieder ein Sommerempfang stattfinden kann, werde maßgeblich von den politischen Rahmenbedingungen und der weiteren Entwicklung der Krankenhausversorgung abhängen, so die DKG.
