Wegen Plänen für einen islamistisch motivierten Sprengstoffanschlag stehen zwei Männer ab heute vor dem Landgericht Bremen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Deutschen unter anderem Verabredung zum Mord vor.
Nach Angaben des Gerichts sollen die 19 und 35 Jahre alten Angeklagten im vergangenen Sommer beschlossen haben, einen Anschlag auf eine Klinik zu verüben. Der Onkel und sein Neffe sollen geplant haben, mit einer Sprengstoffweste eine große Zahl argloser Menschen und sich selbst zu töten.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Männer die Sprengstoffweste bei der Mutter des 35-Jährigen bauen wollten. Dafür sollte die Frau die erforderlichen Stoffe bestellen. Doch die Pläne seien gescheitert, weil ihnen Geld fehlte und die Behörden einschritten. So sollen sie erst drei Stoffe und auch noch nicht genügend Material für die Spreng- und Brandvorrichtung beschafft haben.
Ermittler nahmen die beiden Männer im August fest. Sie kamen in Untersuchungshaft. Das Landgericht setzte für den Prozess 15 Termine an. Ein Urteil könnte Anfang Juni verkündet werden.
dpa
