Tarifverhandlungen

Verdi will eigenen Verhandlungstisch für Gesundheitswesen

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Verdi will eigenen Verhandlungstisch für Gesundheitswesen
© NanoStockk

In Potsdam haben die Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst begonnen. Nach dem Ende der ersten Runde stellt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) fest: "Der Verhandlungsauftakt war enttäuschend. Zwar haben die Arbeitgeber freundliche Worte für die Leistung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst gefunden, ein faires Angebot für Lohnsteigerungen ist jedoch nicht in Sicht. Sie jammern über eine angeblich angespannte Kassenlage bis 2023 und streben eine lange Laufzeit für einen Tarifvertrag an", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

Verdi fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Erwartet werde die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit. Darüberhinaus soll in den Tarifverhandlungen das Thema der Entlastung der Beschäftigten behandelt werden.

Die besonderen Themen des Gesundheitswesens und der Pflege will Verdi an einem eigenen Verhandlungstisch im Rahmen der Tarifrunde eingebracht haben.

Als überzogen bezeichnete die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) die Forderungen von Verdi. Ulrich Mädge, Präsident der VKA und Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber, sagt: "Die Verhandlungen dürften alles andere als einfach werden. Letztlich können wir nur verteilen, was wir haben – und das ist angesichts klammer Kassen der Kommunen nicht viel." Man werde die Steuerschätzung im September abwarten. Wenn in dieser Krise Löhne erhöht würden, fehle das Geld an anderer Stelle, wie beispielsweise bei den Investitionen in die Bildung, Klima und Infrastruktur.

Die Forderungen der Gewerkschaften würden zu Mehrausgaben von mindestens 5,7 Milliarden Euro führen.

Autor

 Christina Spies

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