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Nach Sondierungsgesprächen

Pflegedirektoren: Zusätzliche Pflegestellen reichen nicht aus

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Der Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands (VPU) zeigt sich enttäuscht von den Sondierungsergebnissen von Union und SPD zum Thema Pflege. Der Verband begrüße zwar, dass bessere Arbeitsbedingungen und die Entlastung von Pflegenden in den Gesprächen frühzeitig diskutiert wurden. Das Ergebnis bewertet der VPU jedoch kritisch. „Ich bezweifle stark, dass die von CDU, CSU und SPD angekündigten Maßnahmen die Situation der beruflich Pflegenden verbessern“, so Torsten Rantzsch, Vorstandsvorsitzender des VPU. „Der von den Verhandlungspartnern angekündigte Stellenaufbau ist Lichtjahre davon entfernt, den tatsächlichen – und allseits bekannten – Bedarf an zusätzlichen Pflegefachkräften in den Pflegeheimen und Krankenhäusern zu decken.“

In ihrem Sondierungspapier hatten CDU, CSU und SPD in der vergangenen Woche Sofortmaßnahmen für eine bessere Personalausstattung in der Pflege angekündigt. In dem Dokument kündigten die Parteien an, 8.000 neue Fachkraftstellen im Zusammenhang mit der medizinischen Behandlungspflege in Pflegeeinrichtungen zu schaffen. Tatsächlich fehlten aber 50.000 bis 70.000 Fachkräfte, so der VPU. Noch im Wahlkampf hätten die Parteien angekündigt, den „riesen Personalmangel“ in der Pflege konsequent bekämpfen und die Arbeitsbedingungen der beruflich Pflegenden spürbar verbessern zu wollen. Der Wille der Verhandlungspartner, ihre Ankündigungen konsequent in die Tat umzusetzen, sei jedoch offenbar zurückgegangen. „Die Diskrepanz zwischen Problem und Lösungsansatz ist erschreckend“, so Rantzsch. Der VPU appelliert nun an die Parteien nachzubessern.

Großen Verbesserungsbedarf sehen weiterhin auch viele Pflegekräfte, wie eine aktuelle Umfrage des Deutschen Pflegetages ergeben hat. So sind demnach 91 Prozent der Ansicht, dass Pflege in der Politik einen geringen Stellenwert hat. 80 Prozent halten die personelle Ausstattung in Heimen und Krankenhäusern für ungenügend. Zudem glauben 65 Prozent, dass die Pflegequalität in Zukunft eher schlechter wird.

Autor

 Hendrik Bensch

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