Niedersachsens Kliniken rutschen weiter ins Minus

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Mehr als die Hälfte der Krankenhäuser Niedersachsens hat 2013 rote Zahlen geschrieben. Das geht aus einer heute veröffentlichten Umfrage der Landeskrankenhausgesellschaft (NKG) unter 169 der rund 200 Kliniken des Landes hervor. Zentrales Ergebnis des sogenannten NKD-Indikators: Rund 51 Prozent der Kliniken verzeichneten 2013 einen negativen Geschäftsabschluss, weitere 19 Prozent kamen mit einem ausgeglichenem Ergebnis „gerade so über die Runden“. Damit setze sich der negative Trend der letzten 4 Jahre fort, in denen sich die Zahl der defizitären Häuser um 60 Prozent erhöht habe.

Die NKG rechnet vor, dass zwei Drittel der Krankenhäuser in Niedersachsen deshalb keine Reserven für Investitionen erwirtschaften könnten und spricht von einem „Systemversagen“. Die Politik müsse die Krankenhausfinanzierung so gestalten, „dass es dem durchschnittlichen Krankenhaus wieder möglich wird, mit den Leistungsvergütungen seine Kosten zu decken“, sagte der NKG-Vorsitzende Gerhard Tepe . Steigende Personal- und Sachkosten würden im DRG-System unzureichend berücksichtigt. Um einem Investitionsstau von geschätzten 1,5 Milliarden Euro zu begegnen, hatten unlängst Vertreter mehrerer Kliniken, des Marburger Bundes, des Pflegerats und der NKG in einem Brief ein Investitions-Nothilfeprogramm im Volumen von 170 Millionen Euro von der Niedersächsischen Landesregierung gefordert. Die bereits zugesagte Soforthilfe von 4 Millionen Euro, die der pauschalen Investitionsförderung von 111 Millionen Euro zugeschlagen werden soll, begrüßte Tepe als „positives Signal“.

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