Kiefer fordert Ausbildungsreform und bessere Vergütung

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Der Vorstand des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Gernot Kiefer, hat sich für eine generalistische Ausbildung und eine bessere Vergütung in den Pflegeberufen stark gemacht. Die Profession müsse insgesamt attraktiver werden. Dafür sei unter anderem auch eine Ausbildungsreform notwendig. „Nach einer generalistischen Grundausbildung sollte eine Spezialisierung in Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege folgen“, sagte Kiefer in einem Interview mit der „Welt“. Nur so könne der Wechsel zwischen den Berufen der Pflege vereinfacht werden.

Einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Berufs kann laut dem GKV-Vorstand auch eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte leisten. „Ich finde, dass die Vergütung so hoch sein muss, dass die Pflegeberufe wettbewerbsfähig mit vergleichbaren Berufen mit vergleichbarer Qualifikation sind“, sagte Kiefer der Zeitung. Krankenpfleger verdienten durchschnittlich 2.400 Euro, in der Altenpflege nur 2.190 Euro. „Mit diesem Vergütungsniveau ist man bei einem schrumpfenden Arbeitskräftereservoir nicht wettbewerbsfähig“, mahnte Kiefer. Das Schuldgeld hält er für einen „Anachronismus, den wir uns bei der Knappheit in diesem Berufsfeld nicht leisten können.“ Die Länder sollten die Ausbildungskosten auf alle Pflegeeinrichtungen umlegen, da sonst die Häuser Nachteile im Wettbewerb hätten, „die ausbilden und die Kosten dafür alleine tragen müssen.“  

     

 

Autor

 Johanna Kristen

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