Ärztestatistik ruft geteiltes Echo hervor

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Die gestern von der Bundesärztekammer (BÄK) veröffentlichte Ärztestatistik 2013 ist auf ein geteiltes Echo gestoßen. Während die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) den Ärztemangel bestätigt sieht, spricht der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von einer Überversorgung und den Mangel durch die Zahlen widerlegt.

Die gestern vorgestellte Statistik weist ein Ärzteplus für das vergangene Jahr von 2,5 Prozent auf. Nach Lesart der Ärztekammer führen wachsende Fallzahlen und ein Trend zur Teilzeitarbeit unter Medizinern dennoch zu einer weiteren Verschärfung des Ärztemangels. Brennpunkt sei die Verrentungswelle, die insbesondere auf Praxen in ländlichen Gebieten zurolle.

Diese Einschätzung teilt die KBV: „Die Zahlen belegen eindrücklich, dass die gesamte Gesellschaft gefragt ist, um die Niederlassung für den Medizinernachwuchs interessant zu machen“, sagte KBV-Chef Andreas Gassen. Er verwies auf die KBV-eigene Förderung etwa durch Eigeneinrichtungen, Investitionshilfen und Umsatzgarantien und forderte von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen. Scharfe Kritik richtete Gassen an die Adresse der Krankenkassen. Sie müssten „aufhören, einfach so zu tun, als wenn alles in Ordnung sei“, so Gassen. „Die Flatrate-Mentalität seitens der Kassen hat ausgedient: Immer mehr Leistungen für das gleiche Geld – das geht nicht.“

Der GKV-Spitzenverband ließ das Verrentungsproblem in einer Stellungnahme unerwähnt und sprach stattdessen von einer Überversorgung in allen Bereichen. „Die routinierte Klage der Ärztevertreter darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir immer mehr niedergelassene Ärzte haben, die so viel verdienen wie noch nie“, sagte Sprecher Florian Lanz. Der Verband verwies auf eigene Zahlen, die den Ärztemangel widerlegten. So sei der Reinertrag der Praxen zwischen 2003 und 2011 um rund 32 Prozent auf 166.000 Euro je Inhaber gestiegen. Versorgungslücken ließen sich nur in wenigen Bereichen ausmachen. So seien etwa im hausärztlichen Bereich nur 2 Prozent aller Planungsbereiche unterversorgt.

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