Gesundheitswirtschaft fürchtet Pläne der Politik

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Die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft blicken positiv in die Zukunft, blicken aber mit Sorge auf die Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen. Jedes zweite Unternehmen sieht „ein gravierendes Risiko für seine Geschäftstätigkeit in den kommenden Monaten", heißt es im Gesundheitsreport Frühjahr 2014 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). „Das sind noch einmal vier Prozentpunkte mehr als in der Vorumfrage", ist dort weiter zu lesen.

Man könne „getrost annehmen, dass die Pläne, die die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt hat und zum Teil auch schon in Gesetzesform gießt" Ursache der wachsenden Sorgen seien. „Das gilt etwa für das Vorhaben zum Mindestlohn, der das Lohngefüge insgesamt nach oben ziehen wird. Aber auch Pläne, mehr Bürokratie und zusätzliche Einschränkungen etwa bei der Gestaltung von Teilzeitverträgen einzuführen, sind dazu geeignet, den Unternehmen den Appetit auf die kommende Zeit zu verderben." Besonders der Handel mit Gesundheitsgütern (60 Prozent) sowie die Pharmaindustrie (57 Prozent) seien hier skeptisch. Insgesamt liegen die Sorgen um die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen der Gesundheitswirtschaft laut DIHK ein gutes Stück höher als in der Gesamtwirtschaft (41 Prozent), was nicht zuletzt dem hohen Regulierungsgrad des Sektors geschuldet sei.

Noch ist die Stimmung in der Gesundheitswirtschaft unterm Strich zwar gut, wie die DIHK-Umfrage unter 800 Unternehmen der Branche zeigt. Aber die Expansionspläne mit Blick auf die Beschäftigung seien „leicht zurückgefahren" worden. Die Differenz des Anteils der Betriebe, die ihre Lage als „gut" bewerten und derjenigen, die sie als „schlecht" einstufen, sei von 28 Punkten zum Jahresende 2013 auf nun 37 Punkte gestiegen. Allerdings sank die Differenz zwischen dem Anteil der Betriebe, die Beschäftigung aufbauen wollen und jenen, die das nicht mehr planen, von 18 auf 15 Punkte.

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