Junge Ärzte bemängeln Facharztausbildung

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Gut die Hälfte der jungen Ärzte in Deutschland wollen nach ihrer Facharztprüfung im Krankenhaus arbeiten, wobei der Anteil bei den Männern mit 59 Prozent etwas höher liegt als bei den Frauen (46 Prozent). Rund zwei Drittel der Fachärzte in spe bemängeln aber erst einmal die Qualität ihrer praktischen Ausbildung. Das geht aus einer gestern in Berlin vorgestellten Umfrage der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) hervor. Darin verneinten rund 63 Prozent die Frage, ob die erforderlichen Weiterbildungsinhalte während der alltäglichen klinischen Arbeit ausreichend vermittelt würden. Mehr als die Hälfte gab an, diese Inhalte außerhalb der regulären Arbeitszeit absolvieren zu müssen.

Kritik gab es auch an den formellen Grundlagen der Facharztausbildung. So gaben etwa 85 Prozent an, keinen strukturierten Weiterbildungsplan erhalten zu haben. Von den restlichen 15 Prozent gab mehr als die Hälfte an, ihr Plan sei nicht eingehalten worden, und weitere 47 Prozent hätten für ihre Arbeit bisher kein Feedback erhalten. Nach den Empfehlungen der Ärztegewerkschaft soll nach jedem Weiterbildungsabschnitt ein Beurteilungsgespräch erfolgen.

An der Online-Befragung des Instituts für Qualitätsmessung und Evaluation in Landau hatten sich rund 1.100 Ärzte beteiligt, die sich in der Weiterbildung zum Facharzt befanden oder diese gerade abgeschlossen hatten. Die jährlich durchgeführten Umfragen veröffentlicht der Marburger Bund im sogenannten MB-Monitor.

Download „Zusammenfassung MB-Monitor 2014„

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