Pflegestudiengänge in Bayern sollen ausgebaut werden

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Der Pflege- und Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtages hat auf Antrag der Grünen-Fraktion jüngst den Ausbau der direkt für die Pflege qualifizierenden Studiengänge beschlossen. Damit sollen die Akademisierung der Pflege im Freistaat weiter vorangetrieben und etwa die Zahl der Studienplätze erhöht und neue Lehrstühle und Professuren für Pflegewissenschaften eingerichtet werden, heißt es in einer Mitteilung der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (Bay. Arge). Deren Vorsitzende, Marliese Biederbeck, begrüßte den Vorstoß der Politik gestern in München: „Wir freuen uns, dass unsere langjährigen Anstrengungen endlich fruchten und auch die Politik erkennt, dass die akademische Ausbildung in der Pflege wichtig ist, um den Pflegeberuf zukunftsfähig zu machen."

Bereits im März hatte die Bay. Arge auf ihrer Frühjahrsakademie die Einführung von Lehrstühlen für Pflegewissenschaft an bayerischen Universitäten gefordert. Zwar könnten sich Abiturienten und Pflegefachpersonen an vielen Hochschulen in Bayern bereits in den Bereichen Pädagogik, Pflegemanagement, und –wissenschaft qualifizieren, an Universitäten hingegen sei Pflege noch nicht als wissenschaftliche Disziplin etabliert. „Wir möchten die Pflegewissenschaft an die bayerischen Universitäten bringen, damit auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern Qualifizierungsmöglichkeiten geschaffen werden und die Pflegeforschung weiter ausgebaut wird", sagte Biederbeck, die auch Geschäftsführerin des DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland ist.

Zudem betonte sie, dass  eine Professionalisierung der Pflege ausschlaggebend sei, um eine bessere Versorgung der Pflegebedürftigen sicherzustellen. „Die Forschung belegt, Professionalisierung der Pflege verbessert nicht nur die Attraktivität des Pflegeberufs und wirkt damit dem dramatischen Fachpersonalmangel entgegen. Professionalisierung der Pflege rettet Menschenleben."

Autor

 Johanna Kristen

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