Bundesregierung stellt neue Medizintechnologie-Plattform vor

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Vertreter der Bundesregierung haben gestern auf der Strategiekonferenz Medizintechnik in Berlin die neue Plattform medizintechnologie.de präsentiert. Das Informationsportal soll künftig Wissenswertes zum Innovationssystem Medizintechnik bündeln, einen Überblick über Forschung, Förderung und Regulation geben und so unter anderem Akteuren der Branche den Zugang zu diesem komplexen Industriethema erleichtern, heißt es in einer Mitteilung. Das Bundesforschungs-(BMBF), das Bundesgesundheits- (BMG) und das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hatten den Nationalen Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik" bereits 2011 auf den Weg gebracht.

„Für das BMBF waren die Handlungsempfehlungen aus dem Strategieprozess in den vergangenen zwei Jahren eine wichtige Leitlinie", sagte der Staatssekretär im BMBF, Georg Schütte. So seien etwa Fördermaßnahmen zu Mehrfacherkrankungen und die individualisierte Medizintechnik initiiert und das Budget zur Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen verdoppelt worden. Darüber hinaus sollen neue Medizinprodukte noch stärker am tatsächlichen Versorgungsbedarf ausgerichtet werden. Dafür seien industriell orientierte Infrastrukturen in Kliniknähe von besonderer Bedeutung, so Schütte. Bis zu 30 Millionen Euro sollen für den Ausbau dieser Industrie-in-Klinik-Plattformen in den kommenden vier Jahren bereit gestellt werden.

Ein weiteres Ziel der Bundesregierung sei es, dass alle Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung auch in Zukunft vom medizinischen Fortschritt profitierten, sagte Lutz Stroppe, Staatssekretär im BMG. „Wir wollen Innovationen im Interesse einer guten Patientenversorgung fördern, ohne dabei die Sicherheit von Medizinprodukten und die finanzielle Stabilität des Gesundheitssystems aus dem Blick zu verlieren." Deshalb sei auch der Probetrieb des Endoprotheseregisters Deutschland (EPRD) unterstützt worden. Eine verstärkte Nutzung von Medizinprodukte-Registern stelle vor allem hinsichtlich einer besseren Qualität in der Gesundheitsversorgung auch weiterhin einen wichtigen Punkt dar, so Stroppe.

Dass der Export für viele Unternehmen der deutschen Gesundheitsbranche mindestens so wichtig wie das Inlandsgeschäft sei, betonte der Staatssekretär im BMWi, Stefan Kapferer. „Wir wollen Deutschland weiter zum Leitmarkt und Leitanbieter für die  Gesundheitswirtschaft entwickeln." So seien beispielsweise im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) in den letzten sechs Jahren rund 1.700 Forschungsprojekte mit 225 Millionen Euro gefördert worden.

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