Gesundheitsausgaben in Industrieländern ziehen wieder an

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Nach dem teils drastischen Einbruch im Zuge der Finanz-, Wirtschafts- und Eurokrise sind die Ausgaben für Gesundheit in den Industrieländern im Jahr 2012 wieder leicht gestiegen, wie die OECD am Montagnachmittag mitteilte. „Aber die Geschwindigkeit des Wachstums bleibt weit unter dem Vorkrisenniveau, insbesondere in Europa", heißt es in der Mitteilung. In Griechenland zum Beispiel seien die Ausgaben im Jahr 2012 weiter gesunken und 25 Prozent niedriger gewesen als im Jahr 2009. Dies gehe vor allem auf die Kürzung öffentlicher Ausgaben zurück. Auch in Italien, Portugal, Spanien, Ungarn und der Tschechischen Republik seien die Ausgaben 2012 weiter gesunken.

Dagegen hätten Länder wie Chile oder Mexiko „starkes Wachstum" bei den Gesundheitsausgaben verzeichnet, mit Raten von 6,5 und 8,5 Prozent. In Korea seien die Ausgaben seit dem Jahr 2009 um jährlich sechs Prozent gestiegen. Dort gehe die Dynamik vor allem auf die Zunahme der privaten Ausgaben für Gesundheit zurück. In den USA habe sich der Wachstumstrend von etwa 2,1 Prozent 2012 fortgesetzt. In Deutschland hätten die Gesundheitsausgaben 11,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) entsprochen, zwei Prozentpunkte mehr als im OECD-Durchschnitt. Das Wachstum der Ausgaben habe in den Jahren 2011 bis 2013 etwa ein Prozent betragen.

International steigen laut OECD-Angaben vor allem die Ausgaben für Krankenhäuser und medizinisches Personal im ambulanten Bereich. Dagegen seien seit dem Jahr 2009 in ein zwei Drittel aller Industrieländer die Ausgaben für Arzneimittel gesunken. Das sei auf Preissenkungen – häufig bedingt durch Verhandlungen mit den Herstellern – und einen wachsenden Generikamarkt zurückzuführen. Mittlerweile beträgt laut den OECD-Daten der Anteil der Nachahmerpräparate am gesamten Pharmamarkt 24 Prozent.

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