Gutachter werfen Kliniken Profitorientierung vor

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Krankenhäuser entscheiden sich häufiger für Behandlungen, wenn sie damit mehr Geld verdienen können. Das ist laut einem Bericht des Magazins „Der Spiegel" das Fazit eines noch unveröffentlichten Gutachtens zur Mengenentwicklung in Kliniken, das die beiden Gesundheitsökonomen Jonas Schreyögg und Reinhard Busse in diesem Sommer vorlegen wollen. Im vergangenen Jahr hatten der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) die Studie in Auftrag gegeben, um herauszufinden, warum Krankenhäuser seit Jahren immer mehr Leistungen erbringen.

Die Autoren kommen laut „Spiegel" zu dem Schluss, dass lukrative Behandlungen vor allem dann häufiger vorgenommen werden, wenn sie medizinisch gut planbar sind und der Patient nur kurz in der Klinik bleiben muss. Schreyögg und Busse empfehlen demnach eine Reform des DRG-Systems. Die Vergütung müsse wieder stärker an Diagnosen als an Prozeduren ausgerichtet werden.

Das Bundesgesundheitsministerium teilte auf Anfrage von BibliomedManager mit, dass das Gutachten "eingehend geprüft" werde, sobald es vorliege "und in die Beratungen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der Krankenhausversorgung einbezogen" werde.

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