Inflation und Sparkurs fressen Effizienzgewinne in Kliniken auf

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Die deutschen Kliniken werden effizienter, doch wegen der steigenden Kosten und der harten Verhandlungsposition der Krankenkassen schlägt sich das nicht in den betriebswirtschaftlichen Ergebnissen nieder. Das berichtete IGES-Leiter Bertram Häusler auf einer internationalen Konferenz zur Versorgungsforschung in London. Danach sanken die Kosten der Krankenhäuser für die Produktion einer Leistungseinheit in den Jahren 2004 bis 2012 um jährlich 0,6 Prozent, wenn man die gestiegenen Lohnkosten berücksichtige. „Dieser Effekt ist ganz wesentlich auf die Bemühungen der Krankenhäuser um Kostensenkungen zurückzuführen und damit sicherlich ein wesentlicher Effekt des im Jahr 2004 eingeführten DRG-Abrechnungssystems", sagte Häusler.

Zugleich mussten die Kliniken in den jährlichen Verhandlungen mit den Krankenkassen jedoch eine inflationsbereinigte Reduktion ihrer Vergütung von durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr hinnehmen, rechnete Häuser weiter vor. So habe sich eine Finanzierungslücke von mehr als 11 Milliarden Euro angesammelt. Ein Effekt, der durch die rückläufige Investitionsförderung der Länder noch verstärkt worden sei. „Vor diesem Hintergrund ist die Tatsache bemerkenswert, dass dennoch die Sterblichkeit im Krankenhaus und bis zu einem Jahr nach der Entlassung um jährlich gut ein Prozent sinkt", sagte Häusler.

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